Schweres Gewaltverbrechen: Täter vermutlich lebensgefährlich verletzt
33-jährige Frau in Löhne erschossen

Löhne (WB) -

Nachdem in Löhne-Gohfeld eine Frau (33) erschossen wurde, hat eine Bielefelder Mordkommission am späten Samstagabend ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Täter (48) wurde vermutlich lebensgefährlich verletzt, ein weiteres Opfer schwer. Sechs Jugendliche im Alter zwischen 13 bis 18 Jahren erlebten die Tat nach Informationen dieser Zeitung hautnah mit und mussten psychologisch betreut werden.

Sonntag, 13.12.2020, 11:46 Uhr aktualisiert: 14.12.2020, 12:56 Uhr
Mehrere Notärzte und Rettungskräfte versorgten die Verletzten.
Mehrere Notärzte und Rettungskräfte versorgten die Verletzten. Foto: Christian Müller

Zu der Auseinandersetzung in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Theodor-Körner-Straße in Löhne kam es gegen 21.15 Uhr. Der Täter suchte am Abend die ehemalige gemeinsame Wohnung seiner Familie auf. Sein Bruder (38), der bei der Frau und ihren drei Kindern zu Besuch war, teilte ihm mit, dass er ihn nicht sprechen wollte. Er soll mit seiner Lebensgefährtin und den drei Kindern aus Bayern zu Besuch gewesen sein.

Dennoch verschaffte sich der Mann, der eine Schusswaffe und einen Schlagstock bei sich führte, etwas später Zutritt zur Wohnung und gab laut Polizei unvermittelt mehrere Schüsse auf anwesende Familienangehörige ab. Durch die Schüsse wurde laut Polizei die 33-jährige Schwägerin des Tatverdächtigen tödlich und sein 38-jähriger Bruder schwer verletzt. Der Täter konnte überwältigt und mit schweren Verletzungen festgenommen werden.

Von den zwei Schüssen in der Wohnung wurde ein Nachbar aufmerksam. „Ich habe zwei Schüsse bis unter das Dach gehört und bin fast aus dem Sessel gefallen. Die Kinder haben laut geschrien. In diesem Moment habe ich einfach nur reagiert und die Rettungskräfte gerufen. Als ich im Hausflur runtergegangen bin, kamen mir die Kinder bereits schreiend entgegen. Der Mann mit albanischen Wurzeln drehte komplett durch. Die Kinder hatten ihn wohl überwältigt und die Waffe auf eine Wiese vor das Haus geschmissen.“

Gewaltverbrechen in Löhne

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Mehrere Notärzte und Rettungskräfte versorgten die Verletzten. Die Frau starb vermutlich auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Bruder hat ebenfalls eine Schussverletzung erlitten. Am Abend hieß es, er würde nicht in Lebensgefahr schweben. Die sechs Kinder wurden von Notfallseelsorgern betreut. Der Mann, der die Wohnung stürmte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. In seinem VW Passat, der vor dem Haus abgestellt war, entdeckten Kriminalbeamte zudem einen Elektroschocker.

„Ich hatte Angst und zitterte am ganzen Körper“, berichtete der Nachbar. „Man will ja nur helfen. Ich wäre froh, wenn andere Leute das auch machen würden.“ Die Kriminalpolizei aus Herford und Spurensicherung aus Bielefeld untersuchten noch am Abend den Tatort. Feuerwehrkräfte aus Löhne leuchteten den Hof vor dem Haus auf, sagte Lars Köster, Wachabteilungsleiter der Feuerwache.

„Das Zusammenspiel von Feuerwehr und Polizei läuft sehr gut. So ein Fall sorgt auch in unseren Reihen für Entsetzen. Bereits während unser Rettungsdienst vor Ort tätig war, bekamen wir erste Rückmeldungen. Solch eine Tat wird mit den Kollegen untereinander besprochen. Wenn erkannt wird, dass eine Kollegin oder ein Kollege weiteren Bedarf hat, stellt die Stadt Löhne ein eigenes Team zur psychosozialen Unterstützung bereit.“

Die Polizei hat an diesem Montag noch keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall bekannt gegeben. Die Ermittlungen dauerten an, teilte eine Pressesprecherin der Bielefelder Behörde lediglich mit.

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