Darja Wolfmeier (25) aus Löhne hat als Missionarin auf Zeit gearbeitet und empfiehlt das auch anderen jungen Menschen
„Das Jahr hat mich sehr geprägt“

Löhne -

Löhne, Dagana im Senegal, Bielefeld, Paris, Bayreuth, London – Darja Wolfmeier, die auf dem Wittel aufgewachsen ist, hat in den vergangenen Jahren oft die Standorte gewechselt. Besonders geprägt hat sie der Aufenthalt in Afrika im Rahmen eines Freiwilligen Internationalen Jahres (FIJ).

Montag, 25.01.2021, 20:34 Uhr
Dass Foto zeigt Darja Wolfmeier in ihrer Zeit im Senegal (2013/14) nach einer Messe im Hof der Schwestern, in dem auch die Krankenstation, der Kindergarten und die Kapelle untergebracht sind
Dass Foto zeigt Darja Wolfmeier in ihrer Zeit im Senegal (2013/14) nach einer Messe im Hof der Schwestern, in dem auch die Krankenstation, der Kindergarten und die Kapelle untergebracht sind Foto: privat

2013/14 war sie für die Spiritaner – eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft – als Missionarin auf Zeit (MaZ) im Senegal. Das empfiehlt die 25-Jährige auch anderen.

Bei MaZ gehen junge Menschen ab 18 Jahren für mindestens ein Jahr ins außereuropäische Ausland. In verschiedenen Ländern Afrikas und Südamerikas leben sie in Ordensgemeinschaften oder Gastfamilien und arbeiten in unterschiedlichen sozialen Projekten wie etwa Kinderheimen, Kindergärten oder Krankenstationen mit.

Nach dem Abi nach Afrika

Nach dem Abitur machte sich die damals 18-Jährige auf den Weg: „Ich habe mich für das MaZ-Jahr entschieden, um zunächst eine neue Erfahrung zu machen, andere Menschen und ein anderes Land kennen zu lernen, meine Perspektive zu verändern.“ Als Protestantin fand sie es zudem reizvoll, über den Orden der Spiritaner den katholischen Glauben näher erfahren zu dürfen.

Darja Wolfmeiers Reise führte in den Senegal (Westafrika), der mehrheitlich muslimisch ist, „wodurch ich nicht nur den katholischen Glauben erlebt, sondern auch Einblicke in westafrikanisches Leben von Musliminnen und Muslimen erhalten habe. Das ist auch das Motto von MaZ: mitleben, mitbeten, mitarbeiten“, fügt die junge Frau hinzu.

Darja Wolfmeier lebte im nördlichen Senegal zusammen mit den Spiritanerinnen, bekam so einen Einblick in das Ordensleben und arbeitete in einem Kindergarten mit. Bei Spaziergängen durch die Nachbarschaft in Dagana knüpfte sie bis heute haltende Kontakte und lernte im Chor viele unterschiedliche Menschen kennen und schätzen. „Noch heute engagiere ich mich deshalb auch bei den MaZ-Spiritanern“, sagt sie.

Studium in Europa

Nach dem Jahr im Senegal studierte Darja Wolfmeier zunächst Geschichte und Französisch in Bielefeld und Paris. Derzeit läuft ihr Studium der Globalgeschichte mit Schwerpunkt Afrikanischer Geschichte in Bayreuth und London. „Aber meine Eltern und Geschwister leben noch in Löhne“, sagt die 25-Jährige.

Auch hält sie Kontakt zu vielen guten Freundinnen und Freunden, die in Löhne und Umgebung wohnen. Über ihr MaZ-Jahr sagt sie rückblickend: „Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich damals diese Gelegenheit nutzen durfte und möchte, dass auch viele andere junge Menschen von dieser tollen Möglichkeit erfahren. Das Jahr hat mich sehr geprägt.“

Für die Ausreise im Sommer 2021 startet die Vorbereitung für einen MaZ-Freiwilligendienst Ende Februar. Am 6. Februar findet ein Online-Infotag für alle Interessierten statt. Alles Wissenswerte dazu gibt es auf der Website ( www.maz-spiritaner.de ) und auf Instagram (@mazspiritaner).

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