Neue Behandlungsmethode bei schwer verkalkten Herzkranzgefäßen in Herford
Eine von drei Kliniken in Europa

Herford (WB) -

Dr. Krzysztof Pujdak, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie, und das Team des Herzkatheterlabors im Herforder Klinikum nutzen eine neue Technologie zur Behandlung von Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK), bei denen starke Verkalkungen der Herzkranzgefäße vorliegen.

Mittwoch, 07.04.2021, 14:42 Uhr
Dr. Marc Werner, Prof. Jan Kähler und Dr. Krzysztof Pujdak während der Intervention im Herzkatheterlabor.
Dr. Marc Werner, Prof. Jan Kähler und Dr. Krzysztof Pujdak während der Intervention im Herzkatheterlabor. Foto: Klinikum

Mit der Einführung des „Diamondback 360 Coronary Orbital Atherectomy Systems“ ist das Klinikum eigenen Angaben zufolge europaweit die dritte Klinik, die die neue Behandlungsmethode erfolgreich durchführt.

„Die Kardiologie in der Medizinischen Klinik III des Klinikums ist bereits spezialisiert auf komplexe Eingriffe an den Herzkranzgefäßen. Durch die neue Technologie wird den Patienten eine weitere, innovative Behandlungsmöglichkeit geboten. Darüber freuen wir uns, und darauf sind ich und unser Team sehr stolz“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Jan Kähler.

Bei dieser neuen Methode wird gefäßverengender Kalk aufgelockert und teilweise auch aus den Herzkranzgefäßen entfernt. Dadurch können stark verkalkte Gefäße für die anschließende Stent-Implantation optimal vorbereitet werden, was die Akut- und Langzeitergebnisse deutlich verbessert. Die ersten Interventionen wurden von einem Expertenteam aus den USA per Videoübertragung begleitet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in Deutschland und verursachen insgesamt etwa 40 Prozent aller Sterbefälle. Darüber hinaus sind sie mit erheblichen individuellen Krankheitsfolgen verbunden und verursachen hohe gesellschaftliche Krankheitskosten.

Im Bereich des Herzens ist die koronare Herzerkankung (KHK) führend, über 130.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich an der KHK und ihren Folgen. Die Erkrankung tritt auf, wenn sich fetthaltiges entzündliches Material, Plaque genannt, in den Wänden der Arterien ablagert, die das Herz mit Blut versorgen. Die Plaqueablagerungen führen dazu, dass sich die Arterien verengen und verhärten (Arteriosklerose), wodurch der Blutfluss eingeschränkt wird, was zu einem Herzinfarkt führen kann.

Die häufigsten Symptome sind: Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, Herzrhythmusstörungen und der plötzliche Herztod. Das Risiko einer KHK steigt, wenn Menschen Zigaretten rauchen oder hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes oder eine familiäre Vorgeschichte mit frühen Herzerkrankungen haben.

 

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