Welttag des Buches am 23. April: Neun Persönlichkeiten aus Bad Oeynhausen und Löhne stellen ihre Lieblingsliteratur vor
Von Alighieri bis Zamonien

Bad Oeynhausen/Löhne -

Ab in den Lieblingssessel, Buch öffnen, vielleicht ein Getränk bereitstellen. Das heißt auch im Zeitalter des Internets für viele Menschen: Ruhe tanken und zwischen den Zeilen verschwinden. Zum Welttag des Buches hat das WESTFALEN-BLATT neun Persönlichkeiten aus Bad Oeynhausen und Löhne zu ihren Lieblingsbüchern befragt, die kaum vielseitiger sein könnten. Von Jenny Karpe
Freitag, 23.04.2021, 04:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 23.04.2021, 04:00 Uhr
Zum Welttag des Buches am 23. April geben Bad Oeynhausener und Löhner jede Menge Lesetipps.
Zum Welttag des Buches am 23. April geben Bad Oeynhausener und Löhner jede Menge Lesetipps. Foto: dpa/Jens Kalaene
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, schrieb Antoine de Saint-Exupéry im Jahr 1943. Kaum jemand kann dieses Zitat aus „Der kleine Prinz“ so bestätigen wie Stefanie Kruse (57), Leiterin des Ronald-McDonald-Hauses. Sie und ihr Team sorgen dafür, dass sich Familien während ihres Aufenthalts im nahen Herz- und Diabeteszentrum wohlfühlen. „Das Buch beeinflusst mich seit Jahren bei meiner Arbeit, obwohl es eigentlich ein Kinderbuch ist“, sagt Stefanie Kruse. „Auch in der Pandemie bietet es tolle Glaubenssätze und Weisheiten.“ Die Novelle handelt von einem Erzähler, der nach einer Notlandung in der Sahara auf den kleinen Prinzen trifft. Dieser stammt von einem winzigen Planeten und ist vor einer Blume geflohen. Im Gepäck hat er märchenhafte Geschichten, die nun weltweit in vielen Bücherregalen zuhause sind. Stadtführer Christian Barnbeck (34) steht meistens mit Zylinder und Gamaschen vor dem Badehaus I. Dieses Mal hat er sein Lieblingsbuch dabei, das Essay „Die Zukunft des Klassischen“ von Salvatore Settis. Empfohlen wurde ihm der Text vor einigen Jahren von Michael Scholz. „Der Text gibt einen Überblick über den Begriff der Klassik und unsere Auseinandersetzung mit ihr“, erklärt Barnbeck. „Dabei ist wichtig, dass die Antike nie etwas reines, in sich abgeschlossenes war, sondern schon damals eine Globalisierung erlebte.“ Christian Barnbeck schätzt es, sich mit solchen Überlegungen auseinanderzusetzen, um seine Heimatstadt besser verstehen zu können. Die Architektur des Badehauses I gehöre beispielsweise in den Mittelmeerraum.
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