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So., 04.12.2016

Weihnachtsmarkt: Nikolaus kommt vom Berge her Hoher Besuch am Wiehen

Von Karl-Hendrik Tittel

Rödinghausen (WB). Alle Jahre wieder – und die Faszination ist ungebrochen. Als der Nikolaus mit Musik, Feuerwerk und reichlich Helfern um die Ecke bog, waren den Kindern alle anderen Verlockungen für einen Moment herzlich egal.

Direkt aus dem Wiehengebirge – woher auch sonst in Rödinghausen? – kam der Mann mit dem Rauschebart in das Ortszentrum geeilt, um mit vollen Händen Geschenke an die Mädchen und Jungen zu verteilen. Die hatten für dieses Jahr selbstredend allesamt ein vorbildliches Führungszeugnis vorzuweisen – so wurde jedes Kind bedacht.

Auf kaum einer anderen vorweihnachtlichen Veranstaltung in der Region wird der Auftritt des Weihnachtsmannes so pompös zelebriert wie beim Adventsmarkt in Rödinghausen. Angeführt von Fackelträgern der heimischen Feuerwehr und den Musikern des Bläserkreises Dünnerholz, rollte der geschmückte Wagen mit dem Nikolaus und seiner Entourage über die Alte Dorfstraße. Huldvoll wurde den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand zugewinkt und ein kleines Feuerwerk, das den Himmel über der Bartholomäuskirche kurz erhellte, machte den glamourösen Auftritt perfekt.

Vor der Bühne war der Andrang so groß, dass die Hilfsnikoläuse alle Hände voll zu tun hatten, die Präsente zu verteilen. Kinder konnten einzeln oder in kleinen Gruppen ins Rampenlicht treten, um den Chefnikolaus auf der Bühne eine Kleinigkeit vorzutragen – die Schlange war lang.

Der gesamte Parkplatz des Haus des Gastes verwandelte sich für zwei Tage in ein stimmungsvoll dekoriertes Hüttendorf, das sowohl kulinarisch als auch in punkto Dekorationsartikel keine vorweihnachtlichen Wünsche offenließ. Eine Ausnahme bildete die Hütte von der »Nadel-Füchsin« Manuela Gäser aus Melle, die zum ersten Mal beim Adventsmarkt am Wiehen mit von der Partie war und jahreszeitunabhängige Geschenkartikel anbot. Der Renner waren die bunten Klorollen, die es mit amüsanten bis deftigen Stickereien gab. »Die finde ich sehr gut und witzig«, sagte Silke Altehoff und griff sich ein Exemplar mit der Aufschrift »Hauptrolle«.

Udo Janzen war seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Rödinghauser Adventsmarkt. Weil sein Enkel »den Nikolaus sehen wollte«, war es jetzt aber wieder einmal soweit. Der Holser war erstaunt, wie sich die Veranstaltung entwickelt hat. »Ich bin überrascht, wie groß das hier geworden ist, ein richtiges Hüttendorf.«

Auch im Haus des Gastes war eine Menge los. Hier wurden an mehreren Ständen zahlreiche schöne, dekorative, praktische und leckere Dinge angeboten. »Erst fing es ruhig an, aber jetzt kommen die Leute nach und nach«, sagte Monika Müller von der MS-Bastelgruppe Herford.

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