Interkommunale Zusammenarbeit rückt näher
Häcker-Erweiterung auf Bünder und Rödinghauser Gebiet?

Rödinghausen/Bünde (WB). Der Küchenmöbelhersteller Häcker plant eine Betriebserweiterung. Dafür werden 25 bis 30 Hektar an Fläche benötigt. Fünf Areale stehen zur Diskussion, eines schält sich inzwischen als möglicher Favorit heraus: westlich der Hansa–straße im Grenzbereich Bünde/Rödinghausen.

Dienstag, 14.03.2017, 06:30 Uhr
Als Fläche für die Erweiterung des Küchenmöbelherstellers Häcker ist ein Gebiet im Grenzbereich von Bünde und Rödinghausen im Gespräch. Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer spricht von einem interkommunalen Gewerbegebiet. Foto: Daniel Salmon
Als Fläche für die Erweiterung des Küchenmöbelherstellers Häcker ist ein Gebiet im Grenzbereich von Bünde und Rödinghausen im Gespräch. Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer spricht von einem interkommunalen Gewerbegebiet. Foto: Daniel Salmon

So zumindest lassen sich Äußerungen von Rödinghausen Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer interpretieren. Gegenüber dieser Zeitung hat er am Montag ein interkommunales Gewerbegebiet mit Bünder und Rödinghauser Flächenanteilen ins Gespräch gebracht. Er reagierte damit auf Äußerungen der Stadtverwaltung Bünde. Diese begrüßt nachdrücklich die Erweiterungspläne der Firma Häcker und signalisiert, den »Bünder Entscheidungsprozess so weit wie möglich zu beschleunigen« – ein Indiz dafür, dass die Stadt Bünde mit im Boot ist. »Es freut uns sehr, dass das Unternehmen Häcker mit der Region verbunden bleiben möchte«, sagt denn auch der Erste Beigeordnete Günther Berg. Er begründet dies weiter: »Das erhält und schafft Arbeitsplätze und stärkt die Region in besonderem Maße.«

Regionalplan müsste geändert werden

Wenn die Fläche im Grenzbereich Bünde/Rödinghausen in der Regionalplanung ausweisbar sei, könne dies nur als eine unternehmensbezogene Erweiterung für Häcker Küchen geschehen, so Vortmeyer. »Außer Häcker wird es dort keine weiteren Gewerbeansiedlungen geben.« Ziel der Gemeinde Rödinghauen sei es jedenfalls, für eine Unternehmenserweiterung erforderliche Flächen in Rödinghausen oder als interkommunales Gewerbegebiet zur Verfügung zu stellen. Allerdings sei das entsprechende Regionalplanänderungsverfahren noch nicht angestoßen.

Nach Aussage von Karsten Bäumer, Leiter für den Bereich Kommunikation und Marketing bei Häcker Küchen, würde es der Küchenmöbelhersteller favorisieren, im Bünder Ortsteil Muckum zu erweitern. Bäumer nannte die Zahl von 300 bis 400 neuen Mitarbeitern, die eingestellt werden sollten. Man wünsche sich ein Gelände möglichst nah am Stammwerk, eine Anbindung an die Hansastraße wäre optimal.

Areal an Bünder Straße nicht optimal

Wäre der neue Produktionsstandort räumlich zu sehr vom Stammwerk entfernt, könnte dies problematisch hinsichtlich der Koordination und Logistik werden. Das Areal zwischen der Bünder Straße und der Bahnhofstraße – es befindet sich komplett auf Rödinghauser Gemeindegebiet – bezeichnete er als von der Fläche her als nicht ausreichend. Zudem sei es abschüssig.

Am Zuge ist nun unter anderem der Naturschutzbeirat. Seine Aufgabe ist es abzuwägen, ob die Ansiedlung eines Gewerbebetriebes unter Naturschutzaspekten auf diesen Flächen möglich sein könnte. Bereits Anfang des Jahres sind fünf Flächen vom Beirat bereist worden. Er will sich erneut mit der Häcker-Erweiterung befassen, sobald die Planungen fortgeschritten sind und auch die betroffenen Kommunen grünes Licht für die Erweiterung geben.

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