>

Mi., 19.04.2017

Gemeinde-Mitarbeiter haben kaum Verstöße festgestellt 14 Osterfeuer kontrolliert

Alles ok! Das Osterfeuer in Bieren war eines von 14 Feuern, das die Mitarbeiter der Gemeinde genau unter die Lupe genommen haben. Jedes Feuer begutachteten und protokollierten sie an verschiedenen Tagen.

Alles ok! Das Osterfeuer in Bieren war eines von 14 Feuern, das die Mitarbeiter der Gemeinde genau unter die Lupe genommen haben. Jedes Feuer begutachteten und protokollierten sie an verschiedenen Tagen. Foto: Annika Tismer

Von Christina Bode

Rödinghausen  (WB). Die Rödinghauser Osterfeuer hatten die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in diesem Jahr besonders im Blick. Mitarbeiter kontrollierten in den vergangenen Tagen jedes Feuer.

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer kann zufrieden auf die Ostertage zurückblicken. Alle 14 angemeldeten Osterfeuer sind vorschriftsmäßig abgebrannt worden. Nachdem Umweltschützer im vergangenen Jahr bei der Oberen und Unteren Umweltbehörde korrektes Verhalten der Veranstalter hinsichtlich der Bestimmungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes und anderer Vorschriften angemahnt hatten, wurde die Gemeinde Rödinghausen nun dazu angehalten, Osterfeuer engmaschig zu kontrollieren und die Ergebnisse der Überprüfungen zu protokollieren. Im Gespräch mit dieser Zeitung kündigte Teamleiter Thomas Dahlmeier Anfang April verschärfte Osterfeuer-Kontrollen an. »Wer gegen die Vorgaben verstößt, muss mit einer Untersagungsverfügung rechnen«, sagte Dahlmeier.

In einem Fall behandeltes Holz entfernt

Und tatsächlich waren Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in den vergangenen Wochen gut mit der Überprüfung der Feuer beschäftigt. »Bei jedem Feuer haben wir im Vorfeld die Örtlichkeit angeschaut, das Material geprüft, kontrolliert, ob das Brennmaterial umgeschichtet wurde und auch beim Abbrennen noch einmal nach dem Rechten geschaut«, sagt Vortmeyer auf Anfrage. Jedes Feuer sei insgesamt zwei- bis dreimal besucht worden. Verstöße haben die Mitarbeiter dabei so gut wie gar nicht festgestellt. »Mir ist lediglich ein Fall bekannt, bei dem behandeltes Holz aufgeschichtet wurde. Das wurde aber früh genug bemerkt und beseitigt«, sagt Vortmeyer. Dem Bürgermeister ist daran gelegen, dieses Brauchtum, das bei manchen Gemeinschaften seit mehr als 30 Jahren besteht, auch weiterhin zu erhalten.

Nach örtlichen Erhebungen hatten Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) im vergangenen Jahr festgestellt, dass nur selten ein Umschichten des Brennmaterials entgegen der ordnungsbehördlichen Verordnung der Gemeinde Rödinghausen erfolgt sei. »Darüber hinaus wurden die Mindestabstände zu öffentlichen Straßen, zu Bäumen, Hecken, Wohnhäusern und anderen Gebäuden in vielen Fällen nicht eingehalten«, sagte Nabu-Vorsitzender Friedhelm Diebrok im Vorfeld der Osterfeuer. Viele der Feuer hätte es nach rechtlichen Bestimmungen in der Form nicht geben dürfen. Außerdem seien Brennreste teilweise am nächsten Morgen noch nicht erloschen oder Kinder seien allein neben einem schwelenden oder wieder aufflackernden Feuer angetroffen wurden. »In einigen Feuern fanden wir große Mengen Resthölzer aus alten Gebäuden oder Teile von Gartenhäusern, die verbrannt wurden«, sagte Diebrok. Nach Auffassung der Umweltschützer würden die Regelungen in der ordnungsbehördlichen Verordnung nur dann einen Sinn ergeben, wenn sie entsprechend umgesetzt würden. Osterfeuer seien nicht dazu da, billig Müll und Grünabfall zu entsorgen. Auch im Hinblick auf Klimaschutzziele seien »weniger Feuer mehr«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4776362?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198393%2F2645483%2F