Beim Rödinghauser Nonnensteinfest konnten sich Mutige aus luftiger Höhe abseilen
Gemeinde feiert ihr Wahrzeichen

Rödinghausen (WB). Für Rödinghausens Bügermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer war es ein Zeichen der »großen Identifikation der Menschen« mit dem Nonnenstein: Der kleine Platz rund um das Rödinghauser Wahrzeichen wimmelte am Sonntag von Besuchern.

Dienstag, 12.09.2017, 05:00 Uhr aktualisiert: 12.09.2017, 10:28 Uhr
Friederike Schrepel bewies Mut: Mithilfe der professionellen Kletterin Ina Schwarz seilte sich die Zwölfjährige als eine der ersten vom Nonnenstein-Turm aus luftiger Höhe ab. »Anfangs hat man schon Angst. Aber es war auch ziemlich aufregend«, sagte sie. Foto: Steffen
Friederike Schrepel bewies Mut: Mithilfe der professionellen Kletterin Ina Schwarz seilte sich die Zwölfjährige als eine der ersten vom Nonnenstein-Turm aus luftiger Höhe ab. »Anfangs hat man schon Angst. Aber es war auch ziemlich aufregend«, sagte sie. Foto: Steffen

Die Kommune hatte zusammen mit dem Verkehrsverein und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zum Nonnensteinfest geladen. Zuletzt hatte es ein derartiges Format vor drei Jahren gegeben: 2014, nach der umfangreichen Sanierung des Aussichtsturms und des benachbarten Bismarck-Denkmals. »Da kam der Wunsch nach Wiederholung auf«, so Vortmeyer.

Reformationsjubiläum als Anlass

Den Anlass bot das 500-jährige Reformationsjubiläum, das bereits seit Monaten in ganz Deutschland gefeiert wird. Ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel bot dann auch den würdigen Auftakt zum Fest. An ihm waren alle Gemeinden Rödinghausens sowie die katholische Kirche und die evangelische Gemeinde Börninghausen beteiligt.

Das Wetter hatte sich passend eingestellt: Gastgeber Vortmeyer konnte gemeinsam mit seinem Kollegen aus Preußisch Oldendorf, Marko Steiner, die Gäste bei strahlendem Sonnenschein begrüßen. Für die älteren Teilnehmer war ein Shuttle-Service eingerichtet worden, der den Anmarsch über die aufgeweichten Waldwege ersparte. Andere nutzten die Gelegenheit für einen Sonntagsspaziergang durchs Wiehengebirge.

Abseilen vom Nonnenstein

Begleitet wurde der Gottesdienst von einem Reformationsschauspiel der Theatergruppe Levern, mehreren Posaunenchören und Dudelsackspielerin Anne Flegel. Später traten der Kinderchor »Notenkaoten« und der Shanty-Chor Bruchmühlen auf. Feuerwehr und Verkehrsverein sorgten für Verpflegung in Form von Würstchen und Kuchen. Ein Geschichtsvortrag mit Ernst-August Tschaschnig musste aus Krankheitsgründen entfallen.

Besonderes Highlight war ohne Zweifel das Angebot von Ina Schwarz: Mit ihrer Hilfe konnten sich Interessierte vom 14 Meter hohen Nonnenstein-Turm abseilen. Eine der ersten war Friederike Schrepel: »Anfangs hat man schon Angst«, räumte die 12-Jährige ein: »Aber es war auch ziemlich aufregend.«

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