»Gute Schule 2020«: Rödinghauser Hauptausschuss berät über Einsatz von Fördermitteln
Neue Musikanlage und Leuchten für die Gesamtschule

Rödinghausen (WB). 527.000 Euro soll die Gemeinde Rödinghausen aus dem NRW-Förderprogramm »Gute Schule 2020« erhalten. Die möglichen Verwendungsmöglichkeiten für das Geld waren jetzt Thema im Hauptausschuss.

Samstag, 30.09.2017, 05:00 Uhr
Die Licht- und Musikanlage an der Gesamtschule in Rödinghausen ist nach Angaben von Kämmerer Björn Vogt abgängig und soll ersetzt werden. Zudem sollen 2018 zahlreiche Klassenräume mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Foto: Daniel Salmon
Die Licht- und Musikanlage an der Gesamtschule in Rödinghausen ist nach Angaben von Kämmerer Björn Vogt abgängig und soll ersetzt werden. Zudem sollen 2018 zahlreiche Klassenräume mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Foto: Daniel Salmon

Durch das Programm soll Kommunen in NRW eine langfristige Finanzierungshilfe für Sanierung, Modernisierung und Ausbau ihrer Schulinfrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Bis 2020 werden dazu landesweit zwei Milliarden Euro in jährlichen Tranchen zu je 500 Millionen Euro ausgeschüttet.

»In der Mittelverwendung sind wir als Kommune ziemlich frei, sie müssen nur in Maßnahmen im schulischen Bereich fließen«, erklärte Rödinghausens Kämmerer Björn Vogt. Zudem erläuterte er die Verteilkriterien des Geldes. Demnach wird die Förderung für einzelne Städte und Gemeinden zur Hälfte anhand der Schülerzahlen auf Basis aktueller Daten aus 2016 berechnet. Die weitere Zuweisung erfolgt nach Kriterien des Gemeindefinanzierungsgesetzes. Das heißt genauer: Zugrunde gelegt wird der Durchschnitt der Schlüsselzuweisungen der vergangenen vier Jahr. »Wir als abundante Kommune sind somit wieder einmal zu 50 Prozent von den Fördermitteln ausgeschlossen«, merkte der Gemeindekämmerer an.

20.000 Euro für Musik- und Lichttechnik

Jährlich kann die Kommune trotz allem bis 2020 auf knapp 131.000 Euro an Förderung zurückgreifen. 20 000 Euro der Landesmittel sollen noch in diesem Jahr für die Anschaffung neuer Musik- und Lichttechnik für die Gesamtschulaula eingesetzt werden. »Die ist nämlich abgängig und störanfällig, entspricht nicht mehr dem Stand der Technik«, so Vogt. Nicht in Anspruch genommene Förderung für 2017 soll dann im Folgejahr in neue Beleuchtung an der Gesamtschule gesteckt werden. 45 Klassenräume, so der Vorschlag der Verwaltung, werden mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet. Kostenpunkt: rund 315.000 Euro.

»Diese Maßnahme ist aufgrund der Energieeinsparung auch durch Bundesmittel förderfähig«, so Vogt. Zusätzlich zu der zur Verfügung stehenden Förderung aus dem Programm »Gute Schule 2020« in Höhe von 243.500 Euro erwartet der Kämmerer somit einen Zuschuss von 65.000 Euro. Allerdings müsse die Gemeinde einen Eigenanteil von 25.000 Euro einbringen.

LED-Leuchten sparen Kosten

»Der Einbau der LED-Technik führt in einem Klassenraum selber zu einer Stromersparnis von 70 Prozent«, so Vogt. Jährlich ergebe sich für das Gesamtgebäude somit ein Einsparpotenzial von 9000 Euro.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Hauptausschusses für den vorgeschlagenen Mitteleinsatz aus. Der Rat muss die Entscheidung in seiner Sitzung in der kommenden Woche noch absegnen.

Über die Verwendung der Förderhilfe für die Jahre 2019 und 2020 soll erst später entschieden werden. Die Verwaltung schlägt jedoch vor, die Mittel in die Förderung von EDV und Digitalisierung an der Gesamtschule und den Grundschulen zu stecken.

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