Di., 03.04.2018

Mitgliederzahlen in Rödinghausen rückläufig – 2017 relativ wenige Einsätze Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr

Zahlreiche Rödinghauser Wehrleute sind bei der Jahresarbeitstagung befördert oder für langjährige Treue geehrt worden.

Zahlreiche Rödinghauser Wehrleute sind bei der Jahresarbeitstagung befördert oder für langjährige Treue geehrt worden. Foto: Raphael Steffen

Von Raphael Steffen

Rödinghausen (WB). Die Freiwillige Feuerwehr Rödinghausen hat im abgelaufenen Jahr 1865 Stunden »im Dienst für unsere Bürgerinnen und Bürger« verbracht. Auf der Jahresarbeitstagung im Haus des Gastes standen aber eher andere Themen im Mittelpunkt

Die Einsatzzahlen seien 2017 mit 60 Einsätzen – darunter sieben Brände und 46 Hilfeleistungen – so niedrig wie lange nicht mehr gewesen, so Gemeindebrandinspektor Rudi Altehoff. Niedrig waren aber auch die Mitgliederzahlen, die er präsentieren musste: Während man mit 132 Aktiven »relativ gut aufgestellt« sei, ist die Truppe insgesamt um zehn Mitglieder »geschrumpft«. Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer machte bei seinem letzten offiziellen Auftritt keinen Hehl daraus, dass ihm »Rödinghausen Sorgen bereitet«. Besonders der Nachwuchsbereich ist mit 27 Jugendlichen dünn besetzt.

Kerstin Bremförder, Leiterin der Jugendfeuerwehr Nord, sprach von einem »erdrückenden Jahr«. Sie konnte »trotz aufwändiger Bemühungen« keine Neueintritte vermelden und musste aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen zu den Dienstabenden der Jugendfeuerwehr Süd ausweichen. Altehoff führte die Schwierigkeiten auf das breite Angebot an Freizeitaktivitäten zurück: »Alle Vereine sind an den jungen Leuten interessiert.« Auch die 32 Männer und Frauen starke Ehrenabteilung hat schon bessere Zeiten gesehen. Ihr Chef Egon Sundermeier kritisierte das Auf und Ab bei der Altersgrenze und drückte es drastisch aus: »Wir liegen auf der Intensivstation.«

Hohe Investitionen geplant

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und verwies auf 1,6 Millionen Euro, die im Haushalt 2018 für den Brandschutz vorgesehen seien. Das neue Gerätehaus Kilver werde nächstes Jahr in Betrieb genommen, für Schwenningdorf habe man ein erstes Konzept vorliegen, in Rödinghausen-Dorf wolle man in die Planung einsteigen. Wolfgang Hackländer bewertete die Investitionen durchaus positiv, nahm die Politik aber mit Blick auf die Mitgliederzahlen in die Pflicht: »Wehr, Rat und Verwaltung müssen gemeinsam anpacken, damit die Feuerwehr in den nächsten Jahren einsatzbereit bleibt.«

Bei der Versammlung wurde Andreas Paul als Löschgruppenführer und Zugführer Nord verabschiedet. In der Löschgruppe folgt ihm Uwe Schmeißer, im Zug Claus Diemann. Sascha Keast wird Schmeißers Nachfolger als stellvertretender Löschgruppenführer.

Beförderungen und Ehrungen

Befördert wurden: Andreas Dobludo (Feuerwehrmannanwärter); Tim Kammermann, Florian Melzer, Christian Schlattmeier, Viktoria Bunz, Luisa Hagemeier, Joshua-Cederic Pont-Franke, Martin Otto (Feuerwehrleute); Grischa Tänzer (Oberfeuerwehrmann); Niklas Dettmer, Tobias Johanningmeier, Jenifer Mende (Hauptfeuerwehrleute); Dennis Moor, Tobias Pilan, Daniel Altehoff (Unterbrandmeister); Florian Bendig, Pascal Jädicke, Jan Pascal Lamsfuß, David Wiethölter (Brandmeister); Uwe Schmeißer (Hauptbrandmeister); Marcel Breitenfeld und Stefan Hambürger (Brandinspektoren); Claus Diemann, Jens Rüter, Andreas Barre (Brandoberinspektoren).

Geehrt wurden: Dieter Lauber, Werner Brocksieker (beide 60 Jahre), Alfred Zoche (70 Jahre), Kai Fröbker, Marc Pabel (beide 25 Jahre), Holger Gerlach (35 Jahre).

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