So., 26.08.2018

DFB-Pokalauslosung: SV Rödinghausen zieht großes Los – Austragungsort offen – mit Video Erst Bayern, dann Dortmunder Bier

Das große Los: Als im Fernsehen das Logo der Bayern zu sehen ist, wird im Wiehenstadion gejubelt.

Das große Los: Als im Fernsehen das Logo der Bayern zu sehen ist, wird im Wiehenstadion gejubelt. Foto: Thomas Klüter

Von Sebastian Picht

Dortmund/Rödinghausen (WB). Traumlos für den SV Rödinghausen:  Rekordmeister FC Bayern München ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals am 30. oder 31. Oktober Gegner des Fußball-Regionalligisten. Das ergab die Auslosung gestern im Fußballmuseum in Dortmund.

»Losfee« Gina Lückenkemper zog die Rödinghauser als letzten Verein aus dem Lostopf der verbliebenen Amateurvereine. Nachdem die Teams zuvor vergeblich auf das große Los gehofft hatten, fischte die 100-Meter-Sprinterin für Rödinghausen die Bayern für den SVR. DFB-Vizepräsident Peter Frymuth lächelte als er die Loskugel öffnete. Er wusste als Erster: Der FC Bayern München ist der SVR-Gegner – die Rödinghauser Vertreter im Museum fielen sich in die Arme und beim Public Viewing im Wiehenstadion brandete der Jubel los. »Das ist das bestmögliche Los«, freute sich Trainer Enrico Maaßen. »Wir sind überglücklich.« Für den 34-Jährigen, der sich direkt nach dem 3:2-Sieg gegen Dresden die Bayern gewünscht hatte, schließt sich nun ein Kreis. Schließlich hatte er nach dem Wechsel an den Wiehen das Spiel seines Ex-Clubs Drochtersen/Assel gegen Bayern verpasst.

Vor der Auslosung hatte Maaßen sich »entweder einen großen oder einen machbaren« Gegner gewünscht. Die Chancen auf das Weiterkommen sind auf ein Mindestmaß geschrumpft. Die für Drochtersen/Assel bezifferte Maaßen vor der ersten Runde mit 0,0 – am Ende verkaufte sich der Nord-Regionalligist besser als erwartet und verlor nur mit 0:1. Ob Rödinghausen auch so glimpflich davon kommt? Maaßen: »Es wird schwer, so ein Ergebnis zu erzielen. Aber schon der Zweitrundeneinzug ist ein riesiger Erfolg und Imagegewinn für den Verein.«

Einen Vorgeschmack auf das, was auf den SVR wartet, erlebten die Offiziellen gestern in Dortmund. »Unsere Telefone vibrierten in einer Tour und in den Sozialen Netzwerken ist bei uns die Hölle los«, sagte Teammanager René Wederz, der einen Run auf die Tickets erwartet und einen Medienrummel rund ums Wiehenstadion erwartet. »In den nächsten zwei Wochen wird es definitiv noch keine Karten geben«, sagte Wederz und auch bei der Stadionfrage sei alles offen. Klar sein dürfte: Das Stadion in Lotte (etwa 10.000 Plätze) bekäme der SVR wohl locker voll.

Gestern hatte die Delegation aus Rödinghausen erst mal ein ganz profanes Problem. »Wir brauchen erst mal ein Bier um runterzukommen«, sagte Wederz als er kurz nach der Auslosung vor dem Hauptbahnhof stand. Ein Bier aufzutreiben – In der Bierstadt Dortmund eine machbare Aufgabe. Im Gegensatz zu der in Runde zwei.

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