Auch digital gestützter Unterricht
Anbau der Gesamtschule Rödinghausen eingeweiht

Rödinghausen (WB). Während vielerorts über hellere und modernere Klassenräume, eine digitalisierte Schule oder mehr Platz für die kreative Erziehung von Schülern nur diskutiert wird, packt man in Rödinghausen an. Am Samstag ist der Erweiterungsbau an der Gesamtschule eingeweiht worden.

Montag, 05.11.2018, 08:18 Uhr aktualisiert: 05.11.2018, 08:50 Uhr
Dirk Stanczus (von rechts) überreichte den symbolischen Schlüssel für den Erweiterungsbau an Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und Schulleiter Andreas Hillebrand Foto: Joschka Brings
Dirk Stanczus (von rechts) überreichte den symbolischen Schlüssel für den Erweiterungsbau an Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und Schulleiter Andreas Hillebrand Foto: Joschka Brings

»Sie können sich heute ein gutes Bild machen, wie vehement die Gemeinde Rödinghausen in ihr Bildungssystem investiert«, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Innerhalb eines Jahres wurde der neue Anbau der Schule fertiggestellt. »Und dies alles mit Firmen aus der Region«, betonte Vortmeyer.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch einen gläsernen Verbindungsarm knüpft der Anbau an das alte Schulgebäude an. In ihm befinden sich mehrere Fachräume für naturwissenschaftliche und musische Fächer, ein Raum für den Offenen Ganztag (OGS), Büros für die Schulsozialarbeit und ein Mehrzweckraum, der durch eine flexible Trennwand in Richtung des Foyers geöffnet werden kann.

Name fehlt noch

»Es fehlt nur noch der Name für dieses Forum«, sagte Architekt Dirk Stanczus von der Firma BKS und regte eine Schülerbeteiligung bei der Benennung an. Der Planer hatte sich mit seiner Firma intensive Gedanken um die Einfassung des Neubaus in das architektonische Konzept der Schule gemacht.

»Dieses Projekt war ein Heimspiel für mich«, sagte der Ingenieur, der bereits seine Diplomarbeit über die Architektur der Gesamtschule geschrieben hatte. Schulleiter Andreas Hillebrand bedankte sich dafür, dass auch die Lehrkräfte ein großes Mitspracherecht bei der Raumgestaltung hatten. »Man spricht oft vom Schulgebäude als ›drittem Pädagogen‹. Hier ist ein Lernort entstanden, der unserer Gemeinde Zukunft gibt«, sagte er.

Der neu gewonnene Platz ermögliche beispielsweise auch die Inklusion. Zukunftsorientiert ist auch die Ausstattung der Räume: Dort finden sich moderne Displays statt Kreidetafeln, Kamerasysteme statt Overheadprojektoren. »Das alles ist Teil unseres innovativen Digitalisierungskonzeptes«, sagte Vortmeyer. In seiner Rede bedankte sich der Bürgermeister besonders bei den vielen lokalen Unternehmen, die für einen reibungslosen Ablauf des Neubaus gesorgt hätten.

2,7 Millionen Euro

»Mein Dank gilt besonders den vielen Handwerkern, die in den Sommerferien durchgearbeitet und es trotz der großen Hitze geschafft haben, dass der Anbau zum Schuljahresbeginn fertiggestellt war«, sagte er. Seit diesem Sommer können auch die Musikräume des etwa 2,7 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus genutzt werden – und erste Ergebnisse waren bereits hörbar: Der Oberstufen-Chor unter der Leitung von Luise Stoll gab gemeinsam mit einer Begleitband der Einweihung im Foyer mit Blick auf das Stadion den passenden musikalischen Rahmen.

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