Di., 11.12.2018

Hund im Wasserrohr steckengeblieben – Minibagger schaufelt in Rödinghausen Pflaster weg Feuerwehr befreit kleinen Beagle

Nur mit Hilfe eines Minibaggers konnte das Rohr freigelegt werden, in dem der Beagle festsaß. Er steckte am Freitagmittag beim Gassigehen seine Nase neugierig in das Rohr hinein.

Nur mit Hilfe eines Minibaggers konnte das Rohr freigelegt werden, in dem der Beagle festsaß. Er steckte am Freitagmittag beim Gassigehen seine Nase neugierig in das Rohr hinein. Foto: Feuerwehr Rödinghausen

Von Daniel Salmon

Rödinghausen  (WB). Das nennt man wohl tierisches Glück: In einem dreistündigen Einsatz hat die Rödinghauser Feuerwehr einen Beagle aus einer ziemlich misslichen Lage befreit. Der Hund war in einer Regenwasserröhre stecken geblieben.

Der nicht angeleinte Vierbeiner war bei einem Spaziergang mit seiner Besitzerin am vergangenen Freitagmittag wohl etwas zu neugierig. An der Straße Zum Nonnenstein war der Hund zunächst in einen Graben und dann in besagtes Rohr gelaufen – und kam nicht wieder heraus. »Er ist mit seinen kurzen Beinen wohl im Schlamm stecken geblieben – fünf Meter vom Röhreneingang entfernt«, berichtet Peter Mende. Der stellvertretende Leiter der Rödinghauser Feuerwehr wurde mit seinen Kollegen etwa gegen 13.20 Uhr alarmiert.

Der Beagle steckte beim Gassigehen seine Nase neugierig in das Rohr hinein.

Rettung aufwändiger als erwartet

»Vorher hatte die Besitzerin selbst versucht, ihr Tier zu retten. Als sie nach einer Stunde nichts mehr von ihm hörte, hat sie Hilfe gerufen – und dann waren wir am Zug«, schildert Mende, der beim Alarmstichwort »Tierrettung« zunächst noch von einem kleinen Einsatz ausgegangen war. Aber rasch mussten er und die übrigen Löschgruppenmitglieder feststellen, dass sich die Rettung des Hundes aufwändiger gestalten sollte als zunächst vermutet.

Bauunternehmen stellt Minibagger zur Verfügung

Denn auch die neun angerückten Mitglieder der Rödinghauser Löschgruppe konnten in diesem Fall ohne schweres Gerät zunächst nichts ausrichten. »Wir haben dann die heimische Tiefbau-Firma Beinke um Hilfe gebeten«, so Mende weiter. Und das Bruchmühlener Unternehmen reagierte rasch auf das Unterstützungsersuchen der Feuerwehr. Mende: »Das ging wirklich völlig unkompliziert. Ein Mitarbeiter von Beinke kam mit einem Minibagger vorbei.« Vorsichtig wurde mit der Baumaschine das Steinpflaster der Straßeneinmündung vom Boden aufgenommen, um schließlich an das in etwa einem Meter Tiefe verlegte Rohr zu gelangen. Die Wehrleute buddelten mit Schaufeln kräftig mit.

Anwohner versorgen Feuerwehr

Nach etwa drei Stunden hatten die Helfer den kleinen Beagle dann geborgen. »Er war natürlich ziemlich verängstigt, aber ansonsten ging es dem Kleinen gut. Die Besitzerin war heilfroh, dass sie ihr Tier wiederhatte. Und sie hat auch gleich versprochen, mit dem Beagle dort nur noch mit Leine Gassi zu gehen«, sagt der stellvertretende Wehrführer, der ebenfalls ein dickes Dankeschön loswerden will: »Die unmittelbaren Anwohner haben uns während der drei Stunden bei Kälte und Regen mit Kaffee und Keksen versorgt. Das war wirklich klasse.«

Einsatz kostenpflichtig

Trotz der Freude über die Rettung ihres Lieblings könnte der komplizierte Einsatz für die Besitzerin noch Folgen haben. »Denn so eine Tierrettung ist nicht unbedingt kostenlos. Das liegt zwar nicht in meinem Ermessen, aber die Satzung der Gemeinde lässt in solchen Fällen nicht viel Spielraum. Ich hoffe, die Dame hat eine entsprechende Versicherung, die so etwas abdeckt«, sagt Peter Mende.

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