Di., 12.02.2019

Neuer Bustreffpunkt an der Stertwelle soll 1,65 Millionen Euro kosten – Rat stimmt zu Land zahlt ZOB-Ausbau fast komplett

So soll der neue ZOB aussehen: Die Busse halten an einer dreieckigen Insel und an der Stertwelle. Planung: Bockermann und Fritze Ingenieurconsult/Grafik: Kathrin Fischer

So soll der neue ZOB aussehen: Die Busse halten an einer dreieckigen Insel und an der Stertwelle. Planung: Bockermann und Fritze Ingenieurconsult/Grafik: Kathrin Fischer

Von Kathrin Weege

Rödinghausen (WB). Gute Nachrichten für Rödinghausen: Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) an der Stertwelle wird voraussichtlich statt der bisher geplanten 1,77 Millionen Euro mit 1,65 Millionen etwas günstiger werden. Und: Es wird auch eine Förderung des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Höhe von 1,594 Millionen Euro geben. Die Gemeinde muss dann nur noch 64.000 Euro übernehmen.

Das Planungsbüro Bockermann und Fritze Ingenieurconsult aus Enger hat die Konzeption übernommen. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hatte Dr. Klaus Bockermann die Planungen vorgestellt und bekannt gegeben, dass das Rödinghauser Projekt den Zuschlag vom NWL bekommen werde. Der Rat hat einstimmig für das Projekt votiert.

Taststock für Sehbehinderte

Und so soll der ZOB aussehen: In der Mitte liegt eine dreieckige Insel, an deren Seiten zwei einfache Busse und drei Gelenkbusse halten können. Insgesamt sind allerdings mehr Halteplätze erforderlich.

Für alle ist aber im Bereich der Insel kein Platz, daher werden sie an die Stertwelle verlegt. »Das hat auch den Vorteil, dass einige Busse direkt vor der Grundschule halten und die Kinder so keine Straße überqueren müssen«, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer.

Bodenrillen, die Sehbehinderten mit einem Taststock ermöglichen, den Weg sicher zu finden, sollen laut Planung von Bockermann und Fritze installiert werden. Hintergrund ist, dass ausschließlich inklusive Maßnahmen vom Land gefördert werden.

Parkplätze, Grünbereich, Sitzbänke

Sitzbände und Überdachungen sollen das Warten auch bei schlechtem Wetter komfortabler machen. Im Innenbereich der Insel soll eine Grünfläche entstehen. Wie sie genau gestaltet wird, steht noch nicht fest. Im westlichen Bereich des ZOBs sollen 20 Parkplätze entstehen. Auf dem Busbahnhof selber dürfen Autos und Busse nur in eine Richtung fahren.

Statt einer Decke aus Asphalt schlägt das Planungsbüro aus Enger eine 24 Zentimeter dicke Betonschicht vor, die mit 90 Prozent vom Land gefördert würde. Sie sei zwar teurer, so Bockermann, aber auch haltbarer als Asphalt. Die Bordsteinkanten am ZOB sollen abgerundet sein, damit die Reifen der Busse geschont werden.

Läuft alles nach Plan, könnte der ZOB in diesem und nächsten Jahr gebaut werden, so dass er gleichzeitig mit der neu entstehenden Grundschule 2020 fertig ist.

Zustimmung aller Fraktionen

Die CDU hatte im Fachausschuss zunächst nicht an der Abstimmung teilgenommen, im Rat aber zugestimmt. »Uns fehlten zur Fraktionssitzung im Vorfeld Entwurfsplanung und Kostengröße. Wir wollten so ein großes Projekt zunächst noch einmal in der Fraktion besprechen«, erklärte CDU-Fraktionschef Thomas Lübeck.

In der Ratssitzung gab es dann keine Zweifel mehr: Alle Fraktionen stimmten der Entwurfsplanung zu und beauftragten Bockermann und Fritze, weitere Planungsschritte vorzunehmen. »Einen entsprechenden Förderantrag haben wir bereits im Januar gestellt, um alle Fristen einzuhalten«, erklärte Vortmeyer abschließend.

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