Sa., 16.03.2019

Bahnhofstraße: Sämtliche Ausbauvarianten sehen Erhalt der Allee vor Bäume bleiben stehen

Die Bahnhofstraße soll von der Einmündung Lohmühlenweg bis zur Hansastraße ausgebaut werden. Ein Fällen der Alleebäume ist dabei nicht vorgesehen. Im Gegenteil – die Allee ist seit 2007 gesetzlich geschützt.

Die Bahnhofstraße soll von der Einmündung Lohmühlenweg bis zur Hansastraße ausgebaut werden. Ein Fällen der Alleebäume ist dabei nicht vorgesehen. Im Gegenteil – die Allee ist seit 2007 gesetzlich geschützt. Foto: Hilko Raske

Rödinghausen  (WB/hr). Müssen die Alleebäume an der Bahnhofstraße in Bieren gefällt werden? Vor allem in den sozialen Medien kursieren derzeit Gerüchte, dass die Bäume einem Ausbau der Straße zum Opfer fallen. Nun hat die Gemeinde Rödinghausen Stellung bezogen. Und betont, dass die Bäume stehen bleiben sollen.

Die ersten Überlegungen zu einer Verbesserung der Verkehrsverhältnisse an der Bahnhofstraße in Bieren habe Bauingenieur Christoph Meinert von der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH (BFI) im Mai 2018 im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt der Gemeinde Rödinghausen vorgestellt, informiert die Verwaltung.

Ausbau von Rad- und Fußwegen

Auf Anregung der Gemeinde beabsichtigt der Kreis Herford die Kreisstraße, die durch die Sperrung der Hansastraßenbrücke von vielen Verkehrsteilnehmern als Umleitung genutzt und stark beansprucht wurde, zu sanieren. Durch zur Verfügung stehende Fördermittel von Land und Bund zur Verbesserung von Verkehrsverhältnissen, insbesondere dem Ausbau von Rad- und Fußwegen, diskutierten die Ausschussmitglieder über eine mögliche Beteiligung der Gemeinde an dem Ausbau der Kreisstraße. Durch das Gemeinschaftsprojekt könnte eine deutlich sicherere Verkehrsführung für Fußgänger, Radfahrer und Pkw erreicht werden.

Allee gesetzlich geschützt

Als Erstinformation und als Diskussionsgrundlage stellte Christoph Meinert im Ausschuss fünf verschiedene Lösungsvarianten vor. »Keine dieser Varianten sieht das Fällen der alten Bäume entlang der Bahnhofstraße vor«, sagt der Ingenieur. Die Bahnhofstraße und ihre flankierenden Bäume werden von der Einmündung Lohmühlenweg bis zur Hansastraße unter dem Kürzel AL-HF 0005 im Alleen-Kataster des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW geführt und sind damit laut der Novelle des Landschaftsgesetzes NRW aus dem Jahr 2007 gesetzlich geschützt.

»Rad- und Gehweg sind daher in jedem Fall außerhalb der eigentlichen Straßenführung geplant«, so Christoph Meinert. »Da wäre noch zu prüfen, auf welcher Straßenseite jenseits der Bäume das am ehesten möglich ist.«

Bereits in seiner Sitzung am 12. Dezember 2018 hat sich der Kreisausschuss ebenfalls mit den fünf Ausbauvarianten der BFI beschäftigt. »Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig für die gemeinschaftliche Umsetzung des Projekts mit der Gemeinde Rödinghausen aus«, sagt Petra Scholz, Pressesprecherin des Kreises Herford. Der Ausschuss beauftragte die Kreisverwaltung damit, die Planungsleistungen für den Ausbau der Bahnhofstraße einschließlich Rad- und Gehweg auszuschreiben.

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