Mi., 03.04.2019

Große Müllsammelaktion Rödinghausen räumt auf

Zahlreiche Rödinghauser haben dazu beitragen, die Wiehengemeinde von Unrat zu befreien.

Zahlreiche Rödinghauser haben dazu beitragen, die Wiehengemeinde von Unrat zu befreien.

Rödinghausen  (WB). Ihre Heimat schöner machen – das wollten nun etwa 160 freiwillige Helfer. Vereine, Gruppen und Verbände, Einzelpersonen und Schüler aus Rödinghausen sind dem Aufruf der Gemeinde zur alljährlich im Frühjahr stattfindenden großen Müllsammelaktion gefolgt. Und haben dazu beitragen, die Wiehengemeinde von Unrat zu befreien.

In Gruppen waren sie mit Müllbeuteln und Handschuhen im gesamten Gemeindegebiet unterwegs und befreiten Straßengräben und Wegesränder von Müll und Unrat. »Obwohl die Vermüllung der Landschaft zurück geht, ist das immer noch ein Problem«, sagt Silke Holtkamp, Abfallberaterin der Gemeinde Rödinghausen. »Tiere und Pflanzen werden durch weggeworfenen Müll in ihrem Lebensraum bedroht und die Landschaft wird damit verschandelt.«

Drei Stunden im Einsatz

Drei Stunden waren die Helfer unterwegs und sammelten Flaschen und Papier, Plastiktüten und Dosen, Metalleile, reichlich weiteren Unrat und sogar einige Autoreifen. Aufgeteilt in Gruppen kümmerten sich die freiwilligen Umweltschützer um den weggeworfenen Müll im Ortsteil Bieren, in Schwenningdorf, in West- und in Ostkilver.

»Im Zentrum von Rödinghausen haben die Grundschüler bereits am Mittwoch den Müll gesammelt«, sagte Silke Holtkamp. »Außerdem sind die Mitglieder des Verkehrsvereins heute im Wiehengebirge unterwegs und säubern die Wanderwege.«

Ökologischer Nutzen

Neben dem Ziel, die Landschaft wieder schön aussehen zu lassen, hat die jährliche Müllsammelaktion auch einen ökologischen Nutzen. »Viele Müllbestandteile zersetzen sich auf und im Boden sehr langsam«, erklärt die Abfallberaterin. »Bei der Zersetzung werden Gifte freigesetzt, die dann im Boden landen würden.« Kaputte Glasflaschen oder Metall und Dosen könnten außerdem zu Verletzungen bei spielenden Kindern führen.

»Die Müllsammelaktionen haben eine Signalwirkung für Umweltsünder«, sagt Holtkamp. Damit werde deutlich, dass das Entsorgen von Müll in der Umwelt gesellschaftlich nicht gebilligt werde.

Auch Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer ist diese Signalwirkung wichtig und er bedankte sich beim Abschluss der Müllsammelaktion bei den vielen freiwilligen Helfern. »Wir setzen uns als Gemeinde für den Klimaschutz und die Umwelt ein und haben da schon viel erreicht und auf den Weg gebracht«, sagte Vortmeyer.

»Es freut mich besonders, zu sehen, wie viele Erwachsene, Jugendliche und Kinder aus Rödinghausen sich gemeinsam an der heutigen Müllsammelaktion beteiligt und damit einen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz in unserer Heimat geleistet haben«, so der Bürgermeister.

Bratwurst und Erfrischungsgetränke

In zweierlei Hinsicht hätten die freiwilligen Helfer ihre Freizeit für einen guten Zweck geopfert. »Zum einen sind die Abfälle aus den Siedlungsbereichen und der freien Landschaft verschwunden, zum anderen geben wir mit der Aktion das deutliche Zeichen, dass wir Müll in der Natur nicht akzeptieren«, so Bürgermeister Vortmeyer. »Denn eine saubere Gemeinde und eine müllfreie Landschaft sind ein wichtiges Stück Lebensqualität.« Als Dankeschön sorgte die Gemeinde nach getaner Arbeit für Bratwurst und Erfrischungsgetränke für alle freiwilligen Helfer.

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