Erster Spatenstich zum Bau der Grundschule Schwenningdorf – Kosten: Zwölf Millionen
Jetzt geht’s richtig los!

Rödinghausen (WB). Zehn rote Schaufeln graben sich in den geschotterten Untergrund. Mit dem ersten Spatenstich ist am Freitag der offizielle Startschuss zum Bau der neuen Grundschule Schwenningdorf gefallen. Die Gemeinde Rödinghausen investiert zwölf Millionen Euro in das Projekt.

Samstag, 13.04.2019, 04:45 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 10:58 Uhr
Der erste Spatenstich für die neue Grundschule in Schwenningdorf ist geschafft: (von links) Philip Wienecke (BKS Architekten), Heiko Büthe (Constrata), Klaus-Peter Blömker (Vogt Erdbau und Transporte), Sören Spanehl (BKS Architekten), Dirk Stanczus (Architekt (BKS)), Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Karin Menke (SPD), Arne Aschenbrenner (Keller Grundbau), Daniel Scholz (Gemeinde Rödinghausen) und Silvia Plettenberg (Constrata). Foto: Kathrin Weege
Der erste Spatenstich für die neue Grundschule in Schwenningdorf ist geschafft: (von links) Philip Wienecke (BKS Architekten), Heiko Büthe (Constrata), Klaus-Peter Blömker (Vogt Erdbau und Transporte), Sören Spanehl (BKS Architekten), Dirk Stanczus (Architekt (BKS)), Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Karin Menke (SPD), Arne Aschenbrenner (Keller Grundbau), Daniel Scholz (Gemeinde Rödinghausen) und Silvia Plettenberg (Constrata). Foto: Kathrin Weege

Und jetzt soll es schnell gehen: Bereits zum Schuljahr 2020/2021 soll die zweizügige Bildungseinrichtung eröffnet werden. Sie ersetzt dann die beiden Standorte Rödinghausen und Bieren des bisherigen Grundschulverbunds. »Mit dem Bau gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Bildungscampus Nord und investieren in die schulische Ausbildung und damit in die Zukunft der Gemeinde«, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer.

Gebaut wird auf einem knapp einen Hektar großen Grundstück zwischen Kita und Gesamtschule. »Das Gebäude inklusive Sporthalle wird eine Fläche von 2300 Quadratmetern haben.

Neue Schule hat 83 Räume

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Von der Kita, über die Grundschule bis zur Gesamtschule – alles an einem Ort. Der Rödinghauser Bildungscampus Nord dürfte ein Vorzeigeprojekt werden. Zwölf Millionen Euro sind zwar eine stolze Summe, aber von der Gemeinde sicher im Bereich Bildung gut angelegt. Das ganze Projekt wurde eng auch mit den Betroffenen – Lehrern und Elternschaft – besprochen. Besonders für Erstere dürfte sich der Arbeitsalltag künftig erleichtern, wenn die beiden Verbund-Grundschulen künftig unter einem Dach sind. Kathrin Weege

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Noch ein paar Zahlen hat Architekt Dirk Stanczus (BKS) parat: »Die Schule hat dann 83 Räume. Zur Optimierung der Tragfähigkeit des Bodens werden 370 Fertigmörtelstopfsäulen eingebracht.« Der neue Schulkomplex wird auch eine Biblio-/Mediathek beherbergen. Vortmeyer: »Im Zentrum des Gebäudes entsteht eine so genannte ›Zentrale Mitte‹. Dort können Schulveranstaltungen, Ausstellungen und vieles mehr stattfinden.«

Bereits vor dem ersten Spatenstich hat sich auf dem Gelände allerhand getan. Die Firma Vogt Erdbau aus Löhne hat den Mutterboden abgetragen, zur Stabilisierung Kalk eingearbeitet und geschottert, damit auch die schweren Baumaschinen einen sicheren Untergrund zum Befahren haben.

Rad- und Fußweg geplant

»Wir setzen derzeit Fertigmörtelstopfsäulen sechs Meter tief in den Boden. Diese Arbeiten sind nach Ostern abgeschlossen«, sagte Arne Aschenbrenner (Firma Keller Grundbau aus Isernhagen). Die Firma Beinke aus Rödinghausen ist derzeit mit den Vorbereitungen für den Kanalbau beschäftigt.

Weil künftig mehr Verkehr die Zufahrtsstraße An der Stertwelle passieren wird, soll sie ausgebaut werden. Dabei sollen mit Fuß- und Radweg sichere Bedingungen für die schwächsten Verkehrsteilnehmer – die Kinder – geschaffen werden.

»Auch hier planen wir die Fertigstellung für Sommer 2020«, so das Gemeindeoberhaupt. Neu gebaut wird außerdem ein Zentraler Omnibus Bahnhof (ZOB).

Was passiert mit den alten Standorten?

So soll die geplante Grundschule in Schwenningdorf aussehen. Dort wird auch die neue Biblio-/Mediathek untergebracht.

So soll die geplante Grundschule in Schwenningdorf aussehen. Dort wird auch die neue Biblio-/Mediathek untergebracht.

Was nach Start der neuen Grundschule mit den beiden alten Standorten passieren soll, steht noch nicht fest. »Es gibt verschiedene Nutzungsvarianten. Denkbar wäre an beiden Stellen unter anderem ein Abriss, um Platz für Wohnbebauung zu schaffen«, erklärte Vortmeyer auf Anfrage.

Kommende Woche findet eine Sondersitzung des Rates der Kommune statt. Es wird in nicht-öffentlicher Sitzung über die Auftragsvergabe der zweiten Bauphase entschieden. Die Ausschreibung für das dritte Vergabepaket ist dann für Betriebe online abrufbar – unter anderem über die Homepage der Gemeinde.

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