Fr., 12.07.2019

»Verwaltungs-Urgestein« Fritz Stephan geht in den Ruhestand 51 Jahre bei der Gemeinde

Nach 51 Jahren im Dienste der Gemeindeverwaltung geht Fritz Stephan (links) in den Ruhestand . Zum Abschied übergab Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer dem 65-Jährigen Blumen und ein Bild vom Rathaus mit den geografischen Koordinaten

Nach 51 Jahren im Dienste der Gemeindeverwaltung geht Fritz Stephan (links) in den Ruhestand . Zum Abschied übergab Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer dem 65-Jährigen Blumen und ein Bild vom Rathaus mit den geografischen Koordinaten Foto: Kathrin Weege

Rödinghausen  (WB). Sein ganzes Berufsleben hat Fritz Stephan (65) bei der Rödinghauser Gemeindeverwaltung verbracht. Nach 51 Jahren im Dienst ist er bei jüngsten Ratssitzung würdig verabschiedet worden.

»Fritz Stephan ist 1968 gekommen und 2019 gegangen. Etwa so knapp hatte sich Fritz Stephan die Rede zu seinem Abschied vorgestellt«, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer am Donnerstagabend im Haus des Gastes, »Ganz so knapp geht das aber nicht, dafür sind seine Leistungen für die Gemeinde Rödinghausen und für die Mitarbeiter der Verwaltung zu bedeutend«, so Vortmeyer weiter.

Mit 14 Jahren Ausbildung begonnen

Bereits im Alter von 14 Jahren begann Stephan seine Ausbildung beim damaligen Amt Rödinghausen. Damit verlässt der letzte Mitarbeiter das Rathaus, der schon in der Verwaltung tätig war bevor mit der Gebietsreform 1969 die Gemeinden Bieren, Ostkilver, Rödinghausen, Schwenningdorf und Westkilver zur Kommune Rödinghausen zusammengefasst wurden.

Vortmeyer rief einige wichtige Abschnitte auf dem Weg von Fritz Stephan in Erinnerung: Abschluss der Ausbildung 1971, Start im Bereich Soziales, Renten und Standesamt, neun Monate im Bauamt, Zivildienst bei der Lebenshilfe Lübbecke, danach im Bereich Haupt- und Personalamt, Jugend, Sport, Schule und Kultur – seit 1980 als Leiter diese Geschäftsbereichs. Seit 2016 war er zudem allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Mindestens 40 Wahlen organisiert

»Vor allem der Bau der Gesamtschule vor 30 Jahren war Fritz Stephan eine Herzensangelegenheit«, betonte Vortmeyer. Und genau das bestätigte der scheidende Geschäftsbereichsleiter in seiner Dankesrede. Neben den alltäglichen Aufgaben und mindestens 40 Wahlen, die er in seiner Berufszeit zusammen mit seinem Team organisiert habe, seien ihm einige Dinge in Erinnerung geblieben, die nur einmal in 51 Jahren passieren. »Eins davon war die Rödinghauser Erklärung, bei der 43 Kommunen hier in Rödinghausen eine Resolution verfasst haben, um die Landesregierung davon zu überzeugen, dass wir weiterführende Schulen auch in ländlichen Gebieten brauchen«, erinnerte sich der 65-Jährige. Auch die Zusammenlegung der Grundschulen zuerst im Süden, dann im Norden der Gemeinde seien wichtige Meilensteine für ihn gewesen.

Fraktionsübergreifend bedankten sich die Ratsmitglieder bei Fritz Stephan für die gute Zusammenarbeit. »Für Dich war die Arbeit nicht nur Beruf, sondern Berufung«, meinte etwa CDU-Sprecher Thomas Lübeck. Abschließend wandte sich Bürgermeister Vortmeyer dann an Stephan: »Das waren unglaubliche 51 Jahre und ich freue mich darüber, dass wir 15 davon gemeinsam gegangen sind.«

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