Nach Beschädigung von 17 Linden hofft Polizei auf Zeugenhinweise
Gesucht wird ein roter Kieslader

Rödinghausen  (BZ). 17 Linden sind vor etwa einem Monat an der Bruchmühlener Straße in Rödinghausen massiv beschädigt worden. Noch immer suchen Polizei und Kreis nach dem Unfallverursacher. Simone Lah-Schnier, Sprecherin der Kreispolizeibehörde, nennt als mögliches Fahrzeug einen roten Kieslader.

Samstag, 19.10.2019, 05:00 Uhr
An der Bruchmühlener Straße sind 17 Linden beschädigt worden. Foto: Carolin Bittner
An der Bruchmühlener Straße sind 17 Linden beschädigt worden. Foto: Carolin Bittner

Auch Andreas Kleineberg, Leiter der Straßenunterhaltung und Grünpflege beim Kreis Herford, geht davon aus, dass der Schaden auf einen Kieslader – sei es als Auflieger oder Anhänger – zurückzuführen ist. Darauf deuten laut Kleineberg Streifspuren an den Bäumen hin. Zudem gebe es eine Zeugenaussage. Auch wenn Kleine-berg nicht weiß, ob der Schuldige jemals gefunden wird, hat er bereits eine positive Erkenntnis gewonnen: »Im Kreis Herford haben wir tolle Fuhrunternehmen.« Diese hätten sich sehr kooperativ gezeigt, als es darum gegangen sei, das Verursacherfahrzeug zu finden – allerdings bisher ergebnislos.

Ursache der Beschädigung ist ein Rätsel

Kopfzerbrechen bereitet dem Leiter des Bereichs Straßenunterhaltung und Grünpflege nach wie vor, wie es überhaupt zu dieser starken Beschädigung der Linden auf einer Strecke von immerhin einem Kilometer kommen konnte. Die Straße sei in dem Bereich nicht besonders eng. Selbst bei möglichem Gegenverkehr gibt es keinen erkennbaren Grund, dass ein Lkw-Fahrer derart viele Bäume streift. Recherchen hätten zudem ergeben, dass es in dem Abschnitt der Bruchmühlener Straße zuvor keine Unfälle gegeben habe.

Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier hofft, dass sich weitere Zeugen melden, die etwas zu dem roten Fahrzeug sagen könne – und zwar unter der Telefonnummer 05221/8880.

Eine Linde muss gefällt werden

Peter Nipper-Hansen vom Kreis Herford, in dessen Zuständigkeitsbereich die Bäume fallen, geht davon aus, dass alle beschädigten Bäume im Frühjahr wieder austreiben. Allerdings ist bei einer Linde der Schaden so groß, dass sie im Winter wohl gefällt wird. Eine Gefahr für Passanten bestehe aber nicht. Wie es mit den übrigen Bäumen weitergeht, soll im Frühjahr entschieden werden. Es gehe darum, möglichst schnell wieder ein geschlossenes Alleebild zu erhalten, so Nipper-Hansen. Möglicherweise seien in Einzelfällen Neuanpflanzungen sinnvoller.

Jetzt geht es erst einmal darum, ein Wertgutachten zu erstellen. Als sicher gilt, dass sich die Schadenshöhe in einem fünfstelligen Bereich bewegt. Baum-Experte Nipper-Hansen geht von 20.000 bis 25.000 Euro aus.

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