Klimafreundlicher: Rödinghausen hat 1441 Straßenlaternen auf LED umgerüstet
Jährlich 183 Tonnen CO2 weniger

Rödinghausen  (WB). Rödinghausen stellt auf innovative und klimafreundliche Straßenbeleuchtung um. So hat die Gemeinde in diesem Jahr 497 veraltete Quecksilberdampf- und Natriumdampfhochdrucklampen durch langlebige und energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt und spart allein damit 130 Tonnen CO pro Jahr ein.

Montag, 28.10.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 05:03 Uhr
Frank Rottmann (lnks), bei der Westfalen Weser Netz GmbH für Straßenbeleuchtung verantwortlich, berichtet Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer vom Abschluss der Umrüstung. »Mit 74 Prozent LED-Anteil ist Rödinghausen Spitzenreiter im Kreis Herford«, so Rottmann. Foto:
Frank Rottmann (lnks), bei der Westfalen Weser Netz GmbH für Straßenbeleuchtung verantwortlich, berichtet Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer vom Abschluss der Umrüstung. »Mit 74 Prozent LED-Anteil ist Rödinghausen Spitzenreiter im Kreis Herford«, so Rottmann.

 

Das entspricht einer Energieeinsparung von gut 220.000 Kilowattstunden und damit 80 Prozent der jährlich benötigten Energie für die Beleuchtung von Straßen und Plätzen. »Wir investieren kontinuierlich in die energetische Sanierung und setzen auch hier Maßstäbe im Bereich Klimaschutz« sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer.

318.000 Euro hat die Gemeinde im laufenden Jahr für die Umrüstung investiert. 20 Prozent davon, also 63.600 Euro, wurden vom Bund im Zuge der Nationalen Klimaschutz-Initiative übernommen. Durch die geringeren Kosten für die Energie und die zusätzlichen Einsparungen durch größere Wartungsabstände wird sich die Investition bereits nach fünfeinhalb Jahren amortisieren.

Neue Technik günstig und sauber

Die neue Technik ist aber nicht nur günstiger und sauberer, sondern verbessert zudem die Ausleuchtung der Straßen und Plätze. Laut einer Studie der Universität Mainz locken LED-Leuchten außerdem signifikant weniger Insekten an als herkömmliche Straßenlaternen. Und durch die fehlende Hitzeentwicklung bei der LED-Technik sterben die nachtaktiven Tiere auch nicht. »Aus ökologischen Gesichtspunkten und wegen des effizientesten Energieverbrauchs ist die LED-Leuchte das Licht der Zukunft«, zieht die Studie Bilanz.

LED-Anteil von 74 Prozent

Rödinghausen stellt sich mit der Umrüstung also zukunftsorientiert auf. Bereits 2009 hat die Gemeinde begonnen, auf LED-Technik umzusteigen. Von den aktuell 1.940 Straßenlaternen wurden seitdem insgesamt 1.441 auf LED umgerüstet oder neu installiert. »Das entspricht einem LED-Anteil von gut 74 Prozent«, sagt Frank Rottmann, bei der Westfalen Weser Netz GmbH für Straßenbeleuchtung verantwortlich. »Und damit liegt Rödinghausen an der Spitze im Kreis Herford.«

Der Energieverbrauch für die öffentliche Beleuchtung in der Wiehengemeinde ging damit von 502.493 Kilowattstunden im Jahr 2009 um 65 Prozent auf aktuell 189.147 Kilowattstunden runter. Das entspricht einer Einsparung von 183 Tonnen CO 2 pro Jahr. Von den insgesamt knapp 604.000 Euro Investitionskosten seit 2009 kamen rund 117.000 Euro aus Fördermitteln.

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