Änderungen bei Tonnengrößen und Abfuhrtagen in Rödinghausen
Restmüll soll nur noch alle vier Wochen abgeholt werden

Rödinghausen (WB). Asche, Windeln, Staubsaugerbeutel – all das wandert in den Restmüll. Alle zwei Wochen kommt in Rödinghausen die Müllabfuhr und entleert die grauen Tonnen. Ab dem Jahr 2021 soll der Rhythmus auf vier Wochen verlängert werden.

Mittwoch, 13.11.2019, 10:00 Uhr
Die Gemeinde Rödinghausen plant ab dem Jahr 2021, den Restmüll (graue Tonne) nur noch alle vier statt wie bisher alle zwei Wochen abholen zu lassen. Die Nachbarstadt Melle hat damit schon gute Erfahrungen gemacht. Foto: dpa
Die Gemeinde Rödinghausen plant ab dem Jahr 2021, den Restmüll (graue Tonne) nur noch alle vier statt wie bisher alle zwei Wochen abholen zu lassen. Die Nachbarstadt Melle hat damit schon gute Erfahrungen gemacht. Foto: dpa

Dann soll es auch einen neuen Entsorger geben, denn die Gemeinde hat den Vertrag mit der Firma Prezero fristgerecht zum Ende des Jahres 2020 gekündigt und wird die Leistungen EU-weit ausschreiben. »Beispielsweise in der Nachbarstadt Melle wird der Restmüll auch nur alle vier Wochen abgeholt. Das bereitet keine Probleme«, sagt Thomas Klüter, Pressesprecher der Gemeinde Rödinghausen. Mit Geruchsbelästigung sei nicht zu rechnen.

Kein 80-Liter-Restmüllbehälter mehr

In Rödinghausen wird der Müll gewogen, zudem gibt es aber eine Grundpauschale für die Fahrten. Werden die Behälter weniger oft abgeholt, schont dies die Umwelt und könnte möglicherweise auch zu einer geringeren Grundpauschale führen.

Neben dem geänderten Rhythmus bei der grauen Tonne ist die Abschaffung des 80-Liter-Restmüllbehälters geplant, 120, 240 und 1100 Liter werden angeboten. Es soll ein optionales Übernahmerecht für den Behälterbestand am Ende der Vertragslaufzeit durch die Gemeinde Rödinghausen geben. »Die Vertragslaufzeit mit dem neuen Entsorger soll fünf Jahre laufen mit zweimaliger Verlängerungsoption um ein Jahr«, heißt es in einem Vorschlag der Gemeinde.

Zusätzliches Fahrzeug zur Abfuhr

Aber auch 2020 soll es schon eine Veränderung geben – es wird ein zusätzliches Fahrzeug zur Abfuhr eingesetzt. »In Rödinghausen wird nicht etwa mehr Müll pro Kopf produziert, aber das Gesamtaufkommen ist gestiegen durch zusätzliche Haushalte. Und es wird weiter ansteigen unter anderem durch das Neubaugebiet in Schwenningdorf«, erklärt Klüter.

Abfuhrtage ändern sich

Für einige Bürger wird sich der Abfuhrtag ändern, da die drei Bezirke neu aufgeteilt werden. »Für die meisten dürfte es aber einfacher werden. Es ist geplant, dass die verschiedenen Tonnen in den Bezirken immer am gleichen Wochentag abgeholt werden – jedoch in unterschiedlichen Wochen«, sagt Klüter.

»Seit 2015 hat der Entsorger die Routen immer wieder ausgewertet und optimiert«, erklärt Klüter. Allein mit diesen Maßnahmen könne die Abfuhr aber nicht mehr geschafft werden, daher wird der Einsatz eines weiteren Fahrzeugs erforderlich. Weitere Informationen dazu wird es im Abfallkalender geben, der pünktlich zum neuen Jahr erscheint und auch auf der Homepage der Gemeinde zu finden ist.

Über die Veränderungen im Bereich der Müllabfuhr beraten die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses in ihrer Sitzung am Dienstag, 26. November, um 19 Uhr im Haus des Gastes.

Müll wird gewogen

Seit 1998 wird in Rödinghausen der Rest- und Biomüll gewogen, die allgemeine Müllgebühr besteht aus Grundgebühr und Gewichtsgebühr.

Die Höhe der Müllgebühren ist also unter anderem vom festgestellten Müllgewicht abhängig. »Das Wiegen hat zu einem deutlichen Rückgang der Müllmengen und bei den meisten Haushalten zu einer spürbaren Gebührenentlastung geführt«, heißt es auf der Homepage der Gemeinde.

Mikrochip in der Tonne

Für die zum Wiegen erforderlichen Behälteridentifikation enthält jede Restmüll- und Biotonne einen Mikrochip. Das Wiegen läuft so ab, dass durch eine geeichte Wiegevorrichtung in der Schüttung des Müllfahrzeugs sowohl das Gewicht der gefüllten als auch das der entleerten Tonne festgestellt wird. Über die Differenz wird berechnet, wie viel tatsächlich beim Kippvorgang entleert wurde. Müllreste, die bei der Leerung durch Feuchtigkeit oder Frost im Behälter kleben bleiben, gehen also nicht in die Berechnung der Müllgebühr ein.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7061661?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2645483%2F
Ein Stück aus dem Tollhaus
Symbolbild. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker