Do., 14.11.2019

Gemeinde Rödinghausen will massiv in neue Fahrzeuge investieren Mehr Geld für die Feuerwehr

Bereits im August hat die Löschgruppe Schwenningdorf ein neues Mehrzweckfahrzeug erhalten. Bei der Übergabe dabei waren: Klaus Niederbröker (von links), Andreas Paul, Uwe Schmeißer, Thomas Dahlmeier, Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Ralf Lohrie und Peter Mende.

Bereits im August hat die Löschgruppe Schwenningdorf ein neues Mehrzweckfahrzeug erhalten. Bei der Übergabe dabei waren: Klaus Niederbröker (von links), Andreas Paul, Uwe Schmeißer, Thomas Dahlmeier, Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Ralf Lohrie und Peter Mende.

Von Hilko Raske

Rödinghausen  (WB). Die Gemeinde Rödinghausen will in den kommenden Jahren massiv in neue Fahrzeuge für die Feuerwehr investieren. Das geht aus dem geänderten Fahrzeugkonzept hervor, dass heute Abend im zuständigen Fachausschuss beraten werden soll.

Damit streben Gemeinde und Feuerwehr in Teilbereichen eine Änderung des aktuellen Brandschutzbedarfsplanes an, der im April 2017 beschlossen wurde. Damals wurde mit Blick auf die Fahrzeuge beschlossen, ein Wechselladerfahrzeug vorzuhalten und außerdem ein Abrollbehältersystem aufzubauen. Hinter dem Begriff Wechselladerfahrzeug verbirgt sich im Prinzip ein Lkw, der einen Container mit Hilfsmaterialien – in diesem Fall Ausrüstung für die Feuerwehr – transportiert.

»Es hat sich gezeigt, dass sich die Vorzüge des Wechselladersystems nicht hinreichend auf die Gegebenheiten in der Gemeinde Rödinghausen übertragen lassen. Gründe hierfür sind unter anderem sein hohes Gewicht, der aufgrund der äußeren Maße eingeschränkte Bewegungsraum auf Straßen und Wegen sowie mangelnde Alltagstauglichkeit und Beweglichkeit«, wird von Seiten der Verwaltung die Abkehr vom bisherigen Konzept begründet.

Altes Konzept auf dem Prüfstand

Das Fahrzeugkonzept sei deshalb auf den Prüfstand gestellt worden. Die Gemeinde will künftig auf wendige Logistikfahrzeuge setzen, die entsprechend dem vorgesehenen Einsatz mit dem erforderlichen Material bestückt und daher für verschiedenste Einsatzszenarien eingesetzt werden können. »Dieses System wird in anderen Kommunen bereits erfolgreich umgesetzt«, betont die Verwaltung.

Doch wie wirkt sich das neue Fahrzeugkonzept konkret aus? Jeder Löschgruppe beziehungsweise jedem Löschzug soll ein Löschfahrzeug mit einer Gruppenbesatzung zur Verfügung stehen. Auch der Vorhalt eines Mannschaftstransportfahrzeuges für die Teilnahme an Lehrgängen oder die Durchführung von Brandsicherheitswachen ist je Einheit geplant. Für die Löschgruppen Rödinghausen und Schwenningdorf sowie für den Löschzug Kilver sollen darüber hinaus ein weiteres Löschfahrzeug sowie je ein Sonderfahrzeug vorgehalten werden.

Elfe neue Fahrzeuge bis 2033

Zwei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) hat die Gemeinde bereits in diesem Jahr angeschafft. Das ist aber erst der Anfang. Bis zum Jahr 2033 – soweit reicht die Planung des neuen Fahrzeugkonzeptes – sind noch elf weitere Fahrzeugbeschaffungen vorgesehen, darunter ein Einsatzleitwagen, ein Gerätewagen (GW L2) und drei Tanklöschfahrzeuge (TLF) 3000. Wenn man bedenkt, dass allein ein TLF 3000 – je nach Ausstattung – derzeit zwischen 260.000 und 300.000 Euro kostet und auch der Gerätewagen mit 270.000 Euro veranschlagt werden muss, ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 3 Millionen Euro auszugehen.

Über das neue Fahrzeugkonzept berät der Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten heute Abend in seiner Sitzung im Haus des Gastes. Beginn: 19 Uhr.

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