Fußball-Regionalliga: Verl geht in Rödinghausen in Führung
1:1 im OWL-Derby: Engelmann trifft spät

Rödinghausen (WB). Wohl dem, der einen Simon Engelmann hat: Mit seinem Treffer in der 84. Minute zum 1:1 (0:0)-Endstand hat der Torjäger den SV Rödinghausen am Samstag vor einer Heimpleite im OWL-Derby der Fußball-Regionalliga West gegen den SC Verl bewahrt. Die Verler sicherten sich damit dennoch die Herbstmeisterschaft.

Samstag, 30.11.2019, 15:59 Uhr aktualisiert: 30.11.2019, 17:48 Uhr
Verls Trainer Guerino Capretti (rechts) und der Rödinghauser Coach Enrico Maaßen haben sich am Samstag mit einem Unentschieden im ostwestfälischen Regionalliga-Derby zufrieden geben müssen. Foto: Dirk Schuster
Verls Trainer Guerino Capretti (rechts) und der Rödinghauser Coach Enrico Maaßen haben sich am Samstag mit einem Unentschieden im ostwestfälischen Regionalliga-Derby zufrieden geben müssen. Foto: Dirk Schuster

Die Gäste traten im Häcker-Wiehenstadion zunächst ganz im Stile eines Spitzenreiters auf. Sofort übernahmen die Verler das Kommando, setzten den SVR weit in dessen Hälfte unter Druck. Echte Chancen hatten aber Seltenheitswert. „Wir waren nie so richtig zwingend, trotzdem war ich mit der ersten Halbzeit zufrieden“, sagte Verls Coach Guerino Capretti. „Wenn man dann so spät ein Gegentor kassiert, ist das schon ärgerlich. Aber am Ende kann ich mit dem einem Punkt überragend leben.“

Verler Überlegenheit

Die Hausherren begegneten der Verler Überlegenheit mit einer gesunden Härte. Mitte des ersten Durchgangs wurde das Team von Trainer Enrico Maaßen dann etwas aktiver. Zu Chancen kam der SVR aber nicht. Dafür hatte Jan Schöppner die Gästeführung auf dem Kopf (34.).

Auf den Tribünen lieferten sich die Anhänger beider Klubs ein munteres Duell. Der Rödinghausener Choreografie vor dem Anpfiff hielten die Verler – in Anspielung auf den Hauptsponsor des SVR – ein „Ihr seid nur ein Küchenlieferant” entgegen.

Um ein Haar wäre das Maaßen-Team kurz vor der Pause dann doch noch zu seiner ersten Chance gekommen. Aber nach dem mutigen Einsatz von Patrick Choroba gegen Linus Meyer sah Schiedsrichter Jörn Schäfer vom Elfmeterpfiff ab – eine knifflige Entscheidung.

Kein Leckerbissen

Auf dem holprigen Geläuf blieb es auch nach dem Wechsel für beide Teams eine Herausforderung, flott und sicher zu kombinieren. Ein spielerischer Leckerbissen war das Topspiel nicht.

Tore fielen dann aber immerhin doch noch. Nach einem Standard nahm Mehmet Alp Kurt den Abpraller zum Anlass, um einfach mal draufzuhalten (0:1, 68.). Doch dann schlug der 30-jährige Ex-Verler Engelmann zu (84.). SVR-Coach Maaßen meinte: „Der Punkt war unser Minimalziel. Die Moral der Truppe war überragend.“

Stimmen

Guerino Capretti, Trainer SC Verl: „Ich bin megastolz auf meine Truppe. Wir waren nie so richtig zwingend, trotzdem war ich mit der ersten Halbzeit zufrieden. Wenn man so spät ein Gegentor kassiert, ist das schon ärgerlich. Aber am Ende kann ich mit dem einem Punkt hier überragend leben.“

Enrico Maaßen, Trainer SV Rödinghausen: „Die Moral der Truppe war überragend. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die einen wahnsinnigen Flow hat. Mit unserer Taktik, dass wir dem Gegner am Anfang ein bisschen den Ball überlassen, haben wir den Verlern komplett den Stecker gezogen. Wir waren uns relativ sicher, dass sich nach 60, 70 Minuten Räume öffnen, die wir am Anfang nicht bekommen. Der Punkt war unser Minimalziel.“

Zuschauer: 2064

Gelbe Karten: F. Pfanne (1.), Engelmann (7.), A. Langer (68.), Kurzen (80.), Flottmann (86.) / Schallenberg (86.), Andzouana (88.)

Tore: 0:1 Kurt (68.), 1:1 Engelmann (84.)

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