Fr., 13.03.2020

Gemeinde Rödinghausen vergibt höchste Ehrung an Horst Finkemeier Der erste Ehrenbürger

Neben einer Urkunde zur Ehrenbürgerschaft überreichte Ernst-Wilhelm Vortmeyer eine Glasstatue mit einer 3D-Darstellung des Rödinghauser Wahrzeichens Nonnenstein an Horst Finkemeier.

Neben einer Urkunde zur Ehrenbürgerschaft überreichte Ernst-Wilhelm Vortmeyer eine Glasstatue mit einer 3D-Darstellung des Rödinghauser Wahrzeichens Nonnenstein an Horst Finkemeier.

Rödinghausen (WB). In einer Feierstunde ist Horst Finkemeier, der Seniorchef und Gründer des Küchenherstellers Häcker Küchen, zum Ehrenbürger der Gemeinde Rödinghausen ernannt worden .

Das gab die Gemeinde überraschend in einer Pressemitteilung bekannt. Im Vorfeld war öffentlich nicht kommuniziert worden, dass Finkemeier die Auszeichnung erhält. Der Beschluss, den 80-Jährigen zum Ehrenbürger der Gemeinde zu ernennen, ist Ende des Jahres im nicht öffentlichen Teil einer Ratssitzung einstimmig beschlossen worden. Die Verleihung sei nun auf Wunsch des Jubilars bewusst im kleinen Rahmen erfolgt.

Horst Finkemeier hat mit der Ernennung zum Ehrenbürger nicht nur die höchste Ehrung der Gemeinde erhalten, sondern ist auch der erste Träger dieses Titels in Rödinghausen. Bei der Verleihung betonte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer das herausragende, umfangreiche Engagement Horst Finkemeiers in allen Bereichen.

Als größter Arbeitgeber der Gemeinde stelle die weltweit agierende Firma der Familie Finkemeier zahlreiche sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Einwohner Rödinghausens und aus dem Umkreis.

1963 in Firma eingestiegen

1898 gründete Hermann Häcker seine Schreinerei. „Fritz Häcker hat das Unternehmen später als Bau- und Möbeltischlerei weitergeführt und als ich 1963 seine Tochter Renate Häcker heiratete, bin ich mit in die Firma eingestiegen“, erinnert sich Horst Finkemeier. Im Mai 1965 startete der Unternehmer mit der Küchenmöbelfertigung. „Mein Leitspruch und meine Firmengrundsätze waren Disziplin, Offenheit, Ehrlichkeit, Berechenbarkeit, Geradlinigkeit, und Zuverlässigkeit“, sagt der Firmengründer. Die Firma wuchs, entwickelte sich und bekam ein eigenes Logo als Markenzeichen. 1971 startete der Bau des eigenen Werks an der Rüschener Straße. Die jüngsten Baumaßnahmen waren das Verwaltungs-, Ausstellungs- und Schulungsgebäude in 2017 und das Kochhaus in 2019.

Mittlerweile sei das inhabergeführte Familienunternehmen der drittgrößte Küchenmöbelhersteller Deutschlands. Auf einer Produktionsfläche von 120.000 Quadratmetern erwirtschafteten mehr als 1760 Mitarbeiter im Jahr 2019 einen Umsatz von 616 Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung. In seiner Eigenschaft als Firmeninhaber seien vor allem die gelebten Firmengrundsätze bemerkenswert.

Engagement im Sportbereich

„Ein deutliches Bekenntnis von Horst Finkemeier zur Heimat und die feste Verwurzelung in Rödinghausen zeigt sich auch an der Wahl des Familienwohnsitzes und vor allem in seinem weitreichenden sozialen Engagement“, sagt Ernst-Wilhelm Vortmeyer.

Vor allem im Sportbereich verdanke Rödinghausen Finkemeiers Einsatz viel. „In den 90er Jahren war ich im Vorstand des Rödinghauser Tennis-Clubs und wir waren im Jugend- und Erwachsenenbereich mehr als zehn Jahre der erfolgreichste Verein im Kreis Herford“, sagt Horst Finkemeier. „Der Zuschauerandrang war so groß, dass wir eine Tribüne gebaut haben.“ 1992/1993 baute Horst Finkemeier den Wiehenpark mit Tennishalle, Restaurant und Fitness- und Gesundheitsangeboten. Danach noch vier Außenplätze, weil die vorhandenen Vereinsplätze nicht mehr ausreichten, um das Training zu gewährleisten.

Besonders offensichtlich werde Finkemeiers Engagement seit 2009 für den SV Rödinghausen und dem Bau des Wiehenstadions. Die erste Mannschaft des SVR spielt nach fünf Aufstiegen in Folge seit 2014/2015 in der Regionalliga, ist dort aktuell Tabellenführer, wird aber dennoch keine Lizenz für die 3. Liga beantragen. 2018 gelang mit dem Einzug in den DFB-Pokal in der ersten Runde ein Sieg gegen Dynamo Dresden und der Gegner in Runde zwei war Erstligist FC Bayern München. „Das war der größte Erfolg unserer Mannschaft und machte den SV Rödinghausen weit über die Region hinaus bekannt“, sagt Horst Finkemeier.

Familie ist ihm wichtig

Im Wiehenstadion werde – insbesondere im Leistungszentrum – für die junge Generation umfangreiche Jugendarbeit geleistet, bei der dem Nachwuchs maßgebliche sportliche und gesellschaftliche Werte, aber auch Ordnung und Disziplin vermittelt werden.

Viele weitere Vereine der Gemeinde erhielten ebenfalls regelmäßige finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit und mit großzügigen Spenden zur Verwendung für den Brandschutz fördere Horst Finkemeier auch die Sicherheit der Bürger. Darüber hinaus unterstütze Finkemeier, für den privat vor allem die Zeit mit der Familie und Freunden wichtig ist, die Tierheime in Lübbecke und Ahle. Durch ein gemeinsames Projekt mit dem CVJM ermöglichte Häcker Küchen den Bau einer Schule im westafrikanischen Sierra Leone.

Mit den Worten „Deine großzügige Unterstützung ist eine Bereicherung für die ganze Gemeinde Rödinghausen von der alle Einwohnerinnen und Einwohner umfangreich profitieren“ beendete Ernst-Wilhelm Vortmeyer seine Ansprache im kleinen Rahmen.

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