200 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und NRW vor Ort – 120.000 Euro Schaden
A30: Gefahrgut-Lkw in Flammen

Rödinghausen/Melle (WB/sal). Großeinsatz für die Feuerwehren aus NRW und Niedersachsen: Auf der A30 zwischen Bruchmühlen und Riemsloh ist ein Lastwagen-Auflieger mit Gefahrgut am Montagabend komplett ausgebrannt. Verletzt wurde durch das Feuer niemand.

Dienstag, 21.04.2020, 15:37 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 15:40 Uhr
Der Sattelzug-Auflieger brannte komplett aus. Der Schaden wird auf rund 120.000 Euro geschätzt. Foto: Michael Glatzel
Der Sattelzug-Auflieger brannte komplett aus. Der Schaden wird auf rund 120.000 Euro geschätzt. Foto: Michael Glatzel

Wie die Polizeiinspektion Osnabrück mitteilt, war der Fahrer eines Sattelzugs aus Polen gegen 22 Uhr auf der Autobahn in Richtung Hannover unterwegs gewesen. Plötzlich habe der Mann bemerkt, dass ein Reifen seines Aufliegers geplatzt war. „Als er daraufhin auf dem Standstreifen anhielt, stellte er fest, dass der Auflieger bereits im Bereich des defekten Reifens anfing zu brennen“, so ein Polizeisprecher. Zunächst habe der Fahrer versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Da er den Brand allerdings nicht unter Kontrolle bekam, koppelte er die Zugmaschine geistesgegenwärtig vom Auflieger ab und stellte den Truck in sicherer Entfernung vom Anhänger ab.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr stand der Auflieger bereits komplett in Flammen. Die Wehrleute stellten schnell fest, dass auf der Ladefläche offenbar auch Gefahrstoffe in größerer Menge transportiert worden waren. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um ein Aroma-Konzentrat. Daher wurden rasch weitere Einheiten an die Einsatzstelle beordert. Unter anderem rückten Einheiten der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz der Kreisfeuerwehr Osnabrück sowie zwei Tanklöschfahrzeuge aus dem benachbarten Kreis Herford an.

Hoher Sachschaden

Auch die trockene Vegetation hinter der Schallschutzwand der A30 fing schließlich Feuer, konnte von Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Bruchmühlen allerdings schnell gelöscht werden. Mit Atemschutzgeräten ausgestattet konnten weitere Wehrleute schließlich den Anhänger-Brand mit Schaum-Angriffen unter Kontrolle bringen. In der Folge wurden Luftproben genommen, die jedoch keine nennenswert erhöhte Werte ergaben. Der Gewässerschutz-Alarmdienst des Landkreises Osnabrück als untere Wasserbehörde sowie die entsprechenden Behörden auf nordrhein-westfälischer Seite wurden von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Insgesamt waren etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Abschleppfirma kümmerte sich um die Bergung des ausgebrannten Aufliegers. Die A30 bliebt bis 2.30 Uhr am Dienstag voll gesperrt werden, später wurde eine Richtungsfahrbahn geöffnet. Seit 8 Uhr war die Autobahn dann wieder in beide Richtungen komplett befahrbar. Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 120.000 Euro geschätzt.

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