Sa., 23.05.2020

Nur 30 Schwimmer auf einmal – Eintritt ist kostenlos – Voranmeldung nötig Rödinghauser Freibad öffnet am 27. Mai

So voll wie in den Vorjahren wird es im Rödinghauser Freibad – zumindest vorerst – wohl nicht werden.

So voll wie in den Vorjahren wird es im Rödinghauser Freibad – zumindest vorerst – wohl nicht werden. Foto: Raphael Steffen (Archivbild)

Von Daniel Salmon

Rödinghausen/Kirchlengern (WB). In Rödinghausen startet am 27. Mai die Freibadsaison – allerdings unter Corona-Bedingungen. Maximal 30 Personen gleichzeitig dürfen sich in der Badeanstalt aufhalten. Ob das Aqua Fun in Kirchlengern in dieser Saison öffnet, ist noch unklar.

Wie berichtet, dürfen Freibäder in NRW seit dem 21. Mai ihre Pforten öffnen. Unklar war im Vorfeld allerdings, unter welchen Voraussetzungen das geschehen könne. Erst kurzfristig hatte die Landesregierung den Badbetreibern entsprechende Vorgaben an die Hand gegeben. „Mir ist es persönlich wichtig, das Schwimmen unter Einhaltung aller Vorgaben der Corona-Schutzverordnung wieder zu ermöglichen. Die Sicherheit für die Nutzer in unserem Freibad hat dabei Priorität“, sagt Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer.

Badezeit begrenzt

Im ersten Schritt macht die Kommune nun das Schwimmen möglich. Das ist laut Landesverfügung wieder erlaubt – wenn die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Für das Bad in der Wiehengemeinde gilt daher, dass die Zahl der Nutzer auf 30 limitiert ist. Und die müssen ihren Besuch zudem im Vorfeld ankündigen. „Liegewiese, Planschbecken, Rutsche, Sprungbrett, Spielgeräte, Kiosk und Duschen bleiben aber gesperrt“, erklärt Daniel Müller, zuständiger Geschäftsbereichsleiter im Rödinghauser Rathaus. Zudem gibt es weitere Regeln: „Um das für alle möglichst fair zu regeln, haben wir die Schwimmzeit auf 1,5 Stunden begrenzt. Danach desinfizieren die Mitarbeiter des Freibads Handläufe, Türklinken und alles weitere, so dass Intervalle von jeweils zwei Stunden entstehen.“ Im Freibad würden entsprechende Maßnahmen ergriffen, damit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Telefonische Anmeldung

„Mit dem ersten Schritt der Öffnung des Freibads werden wir Erfahrungen sammeln und beobachten, wo Abläufe verbessert werden können“, sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. „Weitere Bereiche werden wir in den kommenden Wochen öffnen.“

Das Rödinghauser Freibad ist montags bis freitags von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 8 bis 18 geöffnet. Insgesamt können also 180 beziehungsweise 150 Rödinghauser pro Tag ihre Bahnen ziehen. Für die Zwei-Stunden-Intervalle müssen sich die Schwimmer bis spätestens einen Tag vorher telefonisch im Rathaus anmelden. Möglich ist das unter der Telefonnummer 05746/948-197 Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und zusätzlich Montag bis Donnerstag zwischen 14 und 15.30 Uhr. Der Eintritt zum Rödinghauser Freibad ist übrigens kostenlos.

Macht sas Aqua Fun auf?

Unklar ist derzeit noch, ob der Freibadbereich im Kirchlengeraner Aqua Fun in dieser Saison überhaupt öffnen wird. Wie berichtet, waren in den Becken dort Anfang März Legionellen gefunden worden. Schon damals war klar: Ohne erhebliche Investitionen in die Technik können die vorgeschriebenen Wasserwerte künftig nicht eingehalten werden. Die Gemeinde zog daraufhin die Reißleine. Obwohl die Werte zum damaligen Zeitpunkt noch keine kritische Marke rissen, wurde das Bad geschlossen. Parallel liefen die Arbeiten am millionenteuren Neubau der Freizeiteinrichtung weiter.

Ob das „alte“ Bad jemals wieder seine Pforten öffnet, damit wird sich die Lokalpolitik bald befassen. „Und zwar in der Sitzung des Hauptausschusses am 18. Juni. Da Kosten für die Wiedereröffnung anfallen würden, muss politisch entschieden werden, ob ein solcher finanzieller Aufwand überhaupt noch Sinn macht“, informiert Michael Höke, zuständiger Fachbereichsleiter im Kirchlengeraner Rathaus. Er verweist darauf, dass das neue Aqua Fun – nach derzeitiger Planung – im Herbst 2021 in Betrieb gehen würde. „Und da muss man halt schauen, ob eine möglicherweise hohe finanzielle Investition in den Altbau vor diesem Hintergrund überhaupt noch Sinnmacht.“

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