Bürgermeisterkandidat Sven Eric Adam will im Fall einer Wahl mit allen Parteien arbeiten
Der Vermittler

Samstag, 19.09.2020, 05:30 Uhr
Sven Eric Adam will die Stichwahl am 27. September für sich entscheiden und ins Rödinghauser Rathaus einziehen. Foto: Daniel Salmon
Sven Eric Adam will die Stichwahl am 27. September für sich entscheiden und ins Rödinghauser Rathaus einziehen. Foto: Daniel Salmon

 

Herr Adam, Hand aufs Herz: Hätten Sie mit einem so guten Ergebnis gerechnet?

Sven Eric Adam: Ja, andernfalls hätte ich sicher nicht die Entscheidung getroffen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, wenn ich nicht auch Bürgermeister werden wollte. Aber es freut mich natürlich, dass so viele Menschen mir ihr Vertrauen schenken und mir ihre Stimme gegeben haben. Das zeigt, dass die Arbeit der letzten Monate Früchte trägt und dass mein Wahlprogramm bei den Wählern ankommt. Jetzt steht die Stichwahl an und ich möchte diese natürlich für mich entscheiden, weil ich davon überzeugt bin, dass die neuen Herausforderungen und neue Mehrheitsverhältnisse besser durch einen parteiunabhängigen Bürgermeister gemeistert werden können.

 

Worauf führen sie ihr gutes Abschneiden zurück?

Adam: Dafür gibt es mehrere Gründe. Ich habe mir die Kandidatur sehr gut überlegt, ich habe in kürzester Zeit sehr viel über die Gemeinde Rödinghausen und die politischen Zusammenhänge erfahren und ich habe mit ganz vielen Menschen, auch an ihrer Haustür, über die künftigen Anforderungen an die Gemeinde Rödinghausen gesprochen und ihre Meinungen eingesammelt. Daraus ist ein Programm entstanden, das auf dem Vorhandenen sehr gut aufbaut, aber auch deutlich macht, dass die Herausforderungen für die Zukunft nur gemeinsam bewältigt werden können. Mein Wahlprogramm können Interessierte auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und Whats-App verfolgen.

 

Wie wollen Sie – Ihre Wahl vorausgesetzt – als parteiloser Bürgermeister eine Ratsmehrheit von Ihren Ideen überzeugen?

Adam: Durch gute, sachorientierte Vorlagen für die politisch gewählten Vertreter und durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit allen im Rat vertretenen Parteien, unabhängig von ihrer Größe.

 

Sie sprechen davon, die Gemeindeverwaltung zu modernisieren. Warum ist das nötig und wie würden Ihre Pläne dafür aussehen?

Adam: Ich stelle mir eine moderne Verwaltung bürgerfreundlich, ergebnisorientiert und digital vor. Anträge sollten online gestellt werden können, Genehmigungen schneller erteilt werden.

 

Wie würden Sie den schon gut aufgestellten Wirtschaftsstandort Rödinghausen noch weiterentwickeln?

Adam: Eine wirtschaftliche Entwicklung wird auch in Zukunft nur im Einklang mit den Umweltbelangen stattfinden. Die übermäßige Konkurrenz im Flächenverbrauch durch Wohnungsbau oder durch neue Gewerbegebiete muss durch intelligente und flächenschonende Ideen vermieden werden. Zum Beispiel kann die Wohnbauförderung „Jung kauft Alt“ weiter forciert werden, anstatt neue Baugebiete auszuweisen oder die Erweiterungsmöglichkeiten der Wirtschaft gehen in die Höhe (Hochregale) statt in die Breite. Auch interkommunale Gewerbegebiete können eine gute Lösung für die Wirtschaft sein.

 

Wie stehen Sie zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz?

Adam: Die Wahlen am 13. September in NRW haben deutlich gemacht, dass die zukünftigen Handlungsfelder sich verändert haben. Der Klima- und Umweltschutz hat auch lokal eine größere Bedeutung bekomme, der sich auch in der Zusammensetzung der Gemeinde- und Kreisräte widerspiegelt. Themen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, regionale oder lokale Versorgung mit Lebensmitteln, fahrradfreundliche Verkehrsstrukturen sowie eine intakte Landschaft rücken immer stärker in den Fokus. Dafür stehe ich.

 

Was machen Sie, wenn es mit der Wahl zum Gemeindeoberhaupt nicht klappt?

Adam: Mit dieser Frage beschäftige ich mich nicht. Ich konzentriere mich auf die Stichwahl am 27. September und nutze die Zeit, noch mehr Bürgerinnen und Bürger von meinem Programm für Rödinghausen für die näch­sten Jahre zu überzeugen.

 

Wie stehen Sie zum Thema Sicherheit? Können sich Rödinghausens Bürger sicher fühlen?

Adam: Grundsätzlich ja! Jedoch habe ich in meinem Wahlprogramm auf „Angst-Räume beseitigen, Drogenkriminalität bekämpfen und aufklären sowie Ordnungspartnerschaften leben“ hingewiesen. Das sind Punkte, die ich auf jeden Fall verfolgen werde.

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