Fr., 15.12.2017

Nachfrage nach Betreuungsplätzen an Grundschule höher als erwartet Offener Ganztag: 17 Plätzefehlen in Lenzinghausen

Das Raumangebot der Grundschule in Lenzinghausen ist knapp bemessen. Auch die OGS stößt räumlich an ihre Grenzen. Für eine mögliche dritte OGS-Gruppe müsste eine andere Lösung gefunden werden. Container sind im Gespräch.

Das Raumangebot der Grundschule in Lenzinghausen ist knapp bemessen. Auch die OGS stößt räumlich an ihre Grenzen. Für eine mögliche dritte OGS-Gruppe müsste eine andere Lösung gefunden werden. Container sind im Gespräch. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Frauke Kanbach

Spenge (WB). Bis zu 17 Plätze im Offenen Ganztag (OGS) fehlen nach derzeitigem Stand zum Schuljahr 2018/19 an der Grundschule Spenge-Land in Lenzinghausen. Angesichts des über die Jahre gestiegenen Betreuungsbedarfs seitens der Eltern fordert Schulleiter Peter Bosky von der Politik eine langfristige Perspektive.

Die OGS in Lenzinghausen hält derzeit zwei Gruppen für jeweils 25 Kinder vor. »Mit 57 Kindern liegen wir schon darüber«, sagt Peter Bosky, der seit sieben Jahren Leiter des Grundschulverbunds Spenge-Land ist. Die AWO als Träger der OGS in Lenzinghausen habe zugesagt, durch Stundenverteilung auf 60 Plätze aufzustocken, das weitaus größere Problem sei aber fehlender Raum.

Container im Gespräch

»Über eine kurze Zeit könnte eine dritte Gruppe im Fachraum Englisch betreut werden«, erklärt Bosky. Dieser grenze unmittelbar an die OGS, werde jedoch auch als Differenzierungs- und als Medienraum genutzt und sei daher eigentlich unverzichtbar. Als kurz-/mittelfristige Lösung kann Bosky sich auch Container auf dem Schulgelände vorstellen.

Der Schulleiter fordert von der Politik jedoch eine zeitnahe Lösung mit langfristiger Perspektive. Denn er geht davon aus, dass die Nachfrage nach OGS-Plätzen künftig noch zunehmen wird: »Fakt ist, dass bereits gut die Hälfte der Grundschüler in Lenzinghausen im Offenen Ganztag und/oder in den Randstunden betreut werden. Tendenz steigend.«

Lage in WaBa entspannt

Ob die Lösung in einem möglichen Anbau liegt, dazu will Bürgermeister Bernd Dumcke nichts sagen. Nur so viel: Das Problem der fehlenden OGS-Plätze in Lenzinghausen sei bekannt und stehe im neuen Jahr auf der Agenda in den entsprechenden Ausschüssen. »Dann werden wir sehen, wie wir damit umgehen«, erklärt Dumcke.

Am Grundschulstandort Wallenbrück-Bardüttingdorf ist die Lage laut Bosky entspannt. Dort gebe es eine OGS-Gruppe mit 30 Plätzen, fünf Plätze mehr als ursprünglich vorgesehen. Das stelle aber kein Problem dar, weil es ausreichend Räumlichkeiten gebe.

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