Sa., 11.08.2018

Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung unterstützt Programm des St. Martins-Stift Aromen für Herz und Seele

Haben gemeinsam neue Angebote für demenziell Erkrankte auf den Weg gebracht: Hans-Werner Lück (von rechts), Klaus Rieke und Willi Biermann von der Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung und der Leiter des St. Martins-Stifts, Dr. Matthias Kramer.

Haben gemeinsam neue Angebote für demenziell Erkrankte auf den Weg gebracht: Hans-Werner Lück (von rechts), Klaus Rieke und Willi Biermann von der Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung und der Leiter des St. Martins-Stifts, Dr. Matthias Kramer. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Spenge (WB). Seit Mai werden die Bewohner des St. Martins-Stift mit einem besonderen Programm verwöhnt. Die Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung ermöglicht dem Haus das Engagieren eines Musikers und einer Aromatherapeutin. Für einige Stunden im Monat bieten die einen kleinen Exkurs vom Alltäglichen.

Etwas für Herz und Seele soll es sein, Erinnerungen wecken, entspannen und Freude schenken. »Ohne die Unterstützung der Stiftung hätten wir dieses Angebot nicht finanzieren können«, so Einrichtungsleiter Dr. Matthias Kramer. Der Schwerpunkt liege im Bereich der demenziell Erkrankten, aber natürlich könnten alle Bewohner in den Genuss von Musik und Massagen kommen.

Lieder aus der Jugend

Harald Kießlich ist schon seit vielen Jahren bei Veranstaltungen als Musiker zu Gast im Martins-Stift, kennt die häuslichen Gegebenheiten und seine Bewohner. 14-tägig gestaltet der Musiker zwei Stunden gemeinsamen Singens und Lauschens. »Harald Kießlich verfügt über das Repertoire an Liedern aus der Jugend unserer Bewohner und findet mit sehr viel Empathie heraus, was gern gehört wird«, so Kramer.

Das zweite Angebot sei etwas Außergewöhnliches, so der Einrichtungsleiter. Eine Aromatherapeutin bietet einmal monatlich Hand- und Fußmassagen mit duftenden Ölen. »Düfte sprechen die Sinnlichkeit auf verschiedenen Ebenen an«, weiß Kramer. Gerüche riefen Erinnerungen wach und könnten Einfluss auf den Gemütszustand nehmen. »Das ist ein richtiges Wellness-Programm, in dem es um das Zusammenspiel verschiedener Komponenten geht: die Wahrnehmung anregen, Entspannung durch Wohlgeruch und Massage und nicht zuletzt der zwischenmenschliche Körperkontakt«, fasst er zusammen. Die bisher gemachten Erfahrungen seien sehr gut. Von den Bewohnern werde der Besuch der Aromatherapeutin sehr offen und interessiert angenommen.

Licht im Alltag

»Das Fernziel ist, die Mitarbeiter durch den Besuch der Therapeutin mit der Materie vertraut zu machen, so dass sie dieses Angebot übernehmen können und so eine Nachhaltigkeit entsteht«, erklärt Klaus Rieke, Vorsitzender der Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung das Ziel des zunächst auf ein Jahr begrenzten Programms. Die Stiftung unterstütze dieses Angebote, weil sie über die Grundversorgung hinaus für Lebensqualität stünden, so Hans-Werner Lück, stellvertretender Vorsitzender. »Wir möchten ein wenig Licht in den Alltag bringen«, sagt Willi Biermann, dessen Stiftung den Schwerpunkt auf die Kinder-Krebshilfe und die Unterstützung Demenzkranker legt.

Wer gerne im Stillen Gutes tun möchte, kann dieses Engagement durch Spenden unterstützen.

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