Sa., 15.09.2018

200 Mitarbeiter der Firma Wolf PVG trainieren beim Sicherheitstag für den Ernstfall Was tun, wenn’s brennt?

Thomas Schellhoß (vorne links) löscht einen simulierten Brand. Brandschutzbeauftragter Andreas Witt (rechts) hatte vorher erklärt und vorgemacht, worauf es dabei ankommt. Jeder Mitarbeiter des Unternehmens kam dabei an die Reihe.

Thomas Schellhoß (vorne links) löscht einen simulierten Brand. Brandschutzbeauftragter Andreas Witt (rechts) hatte vorher erklärt und vorgemacht, worauf es dabei ankommt. Jeder Mitarbeiter des Unternehmens kam dabei an die Reihe. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Spenge (WB). »Genauso gesund, wie sie morgens kommen, sollen unser Mitarbeiter abends auch wieder nach Hause gehen«, sagt Dr. Marc Schmidt, der Geschäftsführer der Wolf PVG GmbH. Das Unternehmen der Melitta-Gruppe hat einen Sicherheits- und Gesundheitstag für die 200 Beschäftigten veranstaltet.

Am Freitag ging es auf dem Firmengelände an der Werkstraße in Spenge vor allem darum, dass der Ernstfall gar nicht erst eintritt. Dafür hatte das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro Organisationen eingeladen, die den Mitarbeitern in kleinen Gruppen an verschiedenen Stationen zeigten, wie Gefahren vermieden werden können.

Wolfgang Rehling von der Verkehrswacht Diepholz ließ alle Teilnehmer zum Beispiel einen Parcours mit großen Kettcars befahren. Nach der Proberunde bekamen sie die Aufgabe, Zahlen von aufgestellten Plakaten bei der Fahrt in ihr Handy zu tippen. Plötzlich war es gar nicht mehr so einfach, die Ränder des Parcours nicht zu touchieren. »Dadurch wird deutlich, wie groß die Gefahr mit Handy am Steuer ist«, so Rehling.

Das DRK frischte an einer anderen Station die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Mitarbeiter auf. Andreas Witt von der Firma Teuto Brandschutz und Sicherheit aus Bielefeld erklärte das richtige Verhalten bei einem Brand und ließ alle Mitarbeiter selbst einen Feuerlöscher ausprobieren.

Belegschaft wollte Sicherheitstag

»Ich habe noch nie im Ernstfall einen Feuerlöscher benutzt«, sagte Wolf-Mitarbeiter Thomas Schellhoß. Das gemeinsame Training baute die Hemmungen im Umgang damit ab.

»Im vergangenen Jahr haben wir eine Umfrage unter unseren Angestellten gemacht und dabei kam heraus, dass sich viele so einen Sicherheitstag wünschten«, sagte Matthias Gehlen. Das Mitglied der Geschäftsführung arbeitet sonst am Schreibtisch, probierte jetzt aber einem Gabelstapler aus. »Alle Mitarbeiter sollen die Erfahrung machen, wie schwierig das ist und dadurch Gefahrensituationen mit den Staplern besser einschätzen zu können«, sagte Gehle.

Europäischer Marktführer

Die Firma Wolf PVG ist europäischer Marktführer bei der Herstellung von Staubsaugerbeuteln und -zubehör und weltweit aktiv. Neben dem Werk in Spenge gibt es eine Niederlassung in Minden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6050114?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514632%2F