Fr., 07.12.2018

Suchaktion in Spenge – Täter erbeuten Schmuck und Geld im Wert von 6000 Euro Katzen fliehen vor Einbrechern

Steffi W. (46) aus Spenge ist froh, dass sie ihre beiden Birma-Rassekatzen Lou (rechts) und Püppy wieder auf den Arm nehmen kann. Die Samtpfoten waren nach dem Einbruch vor Schreck getürmt, wurden jedoch wieder aufgefunden.

Steffi W. (46) aus Spenge ist froh, dass sie ihre beiden Birma-Rassekatzen Lou (rechts) und Püppy wieder auf den Arm nehmen kann. Die Samtpfoten waren nach dem Einbruch vor Schreck getürmt, wurden jedoch wieder aufgefunden. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Dreister Diebstahl in Spenge: Unbekannte haben bei einem Einbruch in ein Wohnhaus an der Eschstraße nicht nur Schmuck und Bargeld im Wert von 6000 Euro erbeutet. Anwohner starteten eine Suchaktion nach den vor Schreck entlaufenen Katzen.

»Unser Kater Lou hatte sich in Nachbars Garten versteckt. Katze Püppy habe ich später auf dem Friedhof gefunden«, sagt Steffi W. (46), die die Täter sogar gesehen hat. Die Familienpatin der Diakonie war am vergangenen Mittwoch auf dem Weg nach Hause, als sie gegen 17 Uhr vor verriegelter Haustür stand. Drinnen waren Diebe gerade dabei, alle Räume zu durchwühlen. Sie hatten sich gewaltsam Zugang zum Haus verschafft, eine Fensterscheibe und den Bewegungsmelder zum Hof hin zertrümmert.

Nachbarn helfen bei Suche

Die beiden Hunde im Haus waren von den Einbrechern abgelenkt worden. Die beiden Rassekatzen Lou (achteinhalb Jahre) und Püppy (zweieinhalb Jahre) suchten das Weite. Bei den Tieren handelt es sich um hochwertige Exemplare der Rasse »Heilige Birma«. Birma-Katzen haben halblanges Fell, sind Teilalbinos, so genannte Point-Katzen, mit einem hellen, weichen Körperfell und dunklen Abzeichen.

»Der Schaden ist zwar groß, vorrangig ging es uns aber darum, die Katzen wiederzufinden«, berichtet Steffi W. von der Aufregung am Abend vor dem Nikolaustag. Über Facebook »alarmierte« sie die Öffentlichkeit. Sofort machten sich Nachbarn, mit Taschenlampen ausgerüstet, mit auf die Suche nach den Tieren. Katze Püppy hat vermutlich durch das Küchenfenster, das die Täter zur Flucht nutzten, und ein Tor, das die Diebe aufgebrochen hatten, den Weg ins Freie gefunden.

Polizei setzt Spürhunde ein

Bei der Suche nach den Tätern setzte die Polizei noch am Abend Spürhunde ein. Allerdings erfolglos. Steffi W. hatte eigenen Angaben zufolge drei der Einbrecher und ihre Helfer gesehen. Sie sollen schlank, zwischen 18 und 25 Jahre alt gewesen sein, einen dunklen Teint besitzen. Außerdem hatten sie Mützen auf.

Hinweise erbittet die Polizei unter 05221/8880. Wie Pressesprecher Steven Haydon erklärt, würden Zusammenhänge mit weiteren Einbrüchen im Kreis Herford derzeit geprüft.

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