Fr., 07.12.2018

Polstermöbelfirma in Spenge meldet auch für Vertrieb Insolvenz an Frommholz vor dem Aus

Dirk-Walter Frommholz (links) hat die Führung des Unternehmens 2009 an Sohn Gero Walter übergeben. Letzterer steht für die 6. Generation im Familienunternehmen. Nach der Produktions- musste jetzt auch die Vertriebsgesellschaft Insolvenz anmelden.

Dirk-Walter Frommholz (links) hat die Führung des Unternehmens 2009 an Sohn Gero Walter übergeben. Letzterer steht für die 6. Generation im Familienunternehmen. Nach der Produktions- musste jetzt auch die Vertriebsgesellschaft Insolvenz anmelden. Foto: Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Schlechte Nachrichten für die 24 Mitarbeiter der Polstermöbelfabrik Frommholz in Spenge. Nachdem die Produktion bereits 2016 eingestellt wurde, hat jetzt auch die Vertriebsgesellschaft Insolvenz angemeldet.

»Es ist das eingetreten, was ich schon vor zwei Jahren vermutet habe. Wahrscheinlich wird der Betrieb komplett eingestellt«, sagt Frank Branka, Gewerkschaftssekretär der IG Metall. Bei Frommholz gibt es keinen Betriebsrat mehr. Dass das Unternehmen überschuldet ist, glaubt Branka nicht. »Man hat vermutlich einfach die Notbremse gezogen«, sagt der Gewerkschafter.

Geschäftsführer Gero Walter Frommholz hatte am Mittwoch beim Amtsgericht Bad Oeynhausen Insolvenzantrag für die Frommholz Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (Walter Frommholz GmbH & Co. KG) gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Hans-Peter Burghardt (Herford) bestellt.

Im Juli 2016 hatte bereits die Frommholz-Produktionsgesellschaft FPS ihren Betrieb nach einer Insolvenz einstellen müssen. 44 der damals 66 Mitarbeiter waren von der Pleite betroffen. Die Produktion wurde damals komplett ins Ausland verlegt. Seit September 2016 hat Frommholz die Polstermöbel ausschließlich von externen Herstellern aus Polen und Ungarn bezogen. Vertrieben wurden die Produkte über den Einrichtungsfachhandel.

Für die ostwestfälische Möbelbranche kommt das Aus für die Firma Frommholz nicht gänzlich überraschend. Zuletzt mehrten sich bereits die Gerüchte, dass die aktuelle Krise beim Polstermöbelabsatz zu viel für Frommholz sein könnte. Zuvor hatte es bereits den Wettbewerber Ewald Schillig erwischt.

 

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