Fr., 11.01.2019

Röteteiche in Bardüttingdorf stark ausgetrocknet – Weiden werden beschnitten Der Laubfrosch macht sich rar

Die Röteteiche am Gresteweg in Bardüttingdorf sind seit Jahrzehnten die Heimat des Laubfroschs. Nach dem Super-Sommer 2018 sind die Gewässer bis auf ein paar kleine Pfützen ausgetrocknet. Daran haben auch die Regenfälle der jüngsten Tage nichts geändert. Die Kopfweiden und andere Gehölze werden zurzeit beschnitten.

Die Röteteiche am Gresteweg in Bardüttingdorf sind seit Jahrzehnten die Heimat des Laubfroschs. Nach dem Super-Sommer 2018 sind die Gewässer bis auf ein paar kleine Pfützen ausgetrocknet. Daran haben auch die Regenfälle der jüngsten Tage nichts geändert. Die Kopfweiden und andere Gehölze werden zurzeit beschnitten. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Der Laubfrosch gehört zu den Röteteichen wie die Gewässer am Gresteweg in Bardüttingdorf. Jetzt sind alle gespannt, ob sie wiederkommen, denn der trockene Sommer 2018 hat an ihrer Lebensgrundlage »genagt«.

»Es ist zu wenig Wasser in den Flächen. Deshalb müssen wir schauen, ob die Tiere im Frühjahr zurückkehren oder nicht«, sagt Klaus Kernebeck von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Herford. Zuständig beim Kreis nicht nur für Umwelt, Bauen und Planen, sondern auch für den Naturschutz, beobachtet er deshalb zurzeit genau, wie sich die Natur entwickelt. Mitarbeiter des Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else (WWE) und der Einrichtung »Maßarbeit« sind seit November dabei, die Kopfweiden im Bereich der Hainteiche zurückzuschneiden. damit das Areal nicht zu sehr verdunkelt. Denn, so Kernebeck: »Das Wasser soll sich frühzeitig erwärmen, das ist gut für die Laichphase der Frösche.«

Kreis sucht weitere Flächen

Noch hält sich die Sonne zurück und auch die Teiche gleichen trotz der vielen Regenschauer in den vergangenen Wochen eher Pfützen, die teilweise sogar zugefroren sind. Die Frösche selbst, so vermutet Kernebeck, haben sich in ihre Winterquartiere – im Buschwald, in Gärten und unter Laub – zurückgezogen. Im März, April und Mai sollten sie ihre Erdlöcher verlassen, um die Laichgewässer aufzusuchen.

Ob sie kommen, ist allerdings fraglich. Die Tatsache, dass sich so wenig Wasser angesammelt hat, ist dagegen für die Baumbeschneider von Vorteil. Sie kommen jetzt sogar trockenen Fußes auch an jene Weiden heran, die sonst im Wasser stehen.

Die Ursprungsgewässer befinden sich in Privatbesitz. Darüber hinaus hat der Kreis Herford vor Jahren eine Ackerfläche und Grünland und Obstwiesen angekauft. »Wir suchen auch noch weitere Flächen«, betont Kernebeck. Die beim Baumbeschnitt anfallenden Reisigbündel werden nicht mehr abtransportiert, sondern für Renaturierungszwecke verwendet, um Hecken zu erneuern oder Bäche umzuleiten.

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