Di., 12.02.2019

Chàrlee M. singt im Autohaus Oldenbürger »Noch lange nicht fertig«

Chàrlee M. singt vor 110 Gästen im Autohaus Oldenbürger – ein Testlauf für das neue Album. Ihre Schlager gehen ins Ohr.

Chàrlee M. singt vor 110 Gästen im Autohaus Oldenbürger – ein Testlauf für das neue Album. Ihre Schlager gehen ins Ohr. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Spenge WB). Warum nicht der Juwelier als Veranstaltungsort für eine Krimi-Lesung oder, wie in diesem Fall, das Autohaus als Bühne für ein Konzert?

Etwa 110 Gäste waren der Einladung des Vereins Wittekinds Kultur gefolgt und haben sich am Samstagabend im Autohaus Oldenbürger eingefunden, um dem Konzert von Chàrlee M. und »von den Helden« Sven Kreiberg, Sebastian »Body« Dold und Stefan Lindenschmidt zu lauschen. Ebenfalls für einen kurzen Gastauftritt aus der Nachbarstadt Enger angereist war Jens Kosmiky.

Keine Bühne – keine Distanz

»Wir möchten Veranstaltungen an dafür eher ungewöhnliche Orte bringen«, sagte Hauptorganisator Sebastian Dold, auf das spezielle Flair dieser Örtlichkeiten setzend. Das Besondere war sowohl für die Fans wie für die Musiker die unmittelbare Nähe zum Publikum. Keine Bühne, keine Distanz. »Ich war unglaublich nervös vor dem Auftritt« verriet Chàrlee M., die mit bürgerlichem Namen Charlene Janzen heißt. Die Reaktionen des Publikums, das bei eingängigen Refrains direkt einstimmte, habe sie dann aber beruhigt, meinte die Künstlerin.

Das Programm bestand aus alten Songs der Band »Body und Helden« sowie eigenen Stücken von Chàrlee, die aus der Feder von Helden-Frontmann Body Dold stammen. Mit diesen Liedern betritt die Westerengeranerin Neuland, denn bisher hatte sie nur englische Titel gesungen. »Singen auf Deutsch fühlt sich anders an. Die Texte werden unmittelbar von den Zuhörern verstanden und man steht ein stückweit ›nackiger‹ da«, erklärt sie.

Testlauf fürs neue Album

»Insgesamt ist dieses Konzert ein Testlauf, um zu schauen, wie das neue Album, das am 26. April erscheint, vor Publikum funktioniert«, verriet Body Dold. »Sommerzeit« wird es heißen und »von den Helden« wie auch Chàrlee M. und Jens Kosmiky sind die Interpreten.

Vor allem sind es Gute-Laune-Deutschpop-Songs mit eingängiger Hook, von Dold etwas provokant als Schlager tituliert, die das Publikum an diesem Abend auf die Ohren bekam. »In unsere alte Schule eingebrochen« kommt ein wenig sentimentaler und nostalgisch daher und sorgt für ein warmes Gefühl im Bauch. Den musikalischen Part und die Background-Vocals übernahmen bei Oldenbürger Sven Kreinberg am Piano und Stefan Lindenschmidt mit dem Saxophon. Gitarrist Body Dold mimte nebenbei den Zeremonienmeister, der das Publikum aus der Komfortzone lockte.

Ein echter Ohrwurm

»Ich bin noch lange nicht fertig mit dir« lautet der Ohrwurm eines Songs, der es nicht auf das Album geschafft hat. »Der funktioniert einfach nur live«, findet Dold. Dafür aber so richtig: Minutenlang wird diese eine Zeile immer wieder aufgegriffen und vom Publikum mitgesungen. Wer’s am nächsten Morgen beim Kaffeekochen nicht mehr im Ohr hatte, hat irgendetwas falsch gemacht.

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