Mi., 13.02.2019

600 Schüler aus OWL legen Prüfung für DELF-Diplom an Spenger Gesamtschule ab »Bonjour et au revoir«

Lisa Chuet, Mitarbeiterin der Institut Français in Köln, überreicht die Plakette der Anerkennung als DELF-Partnerschule an den Leiter der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge, Hartmut Duffert.

Lisa Chuet, Mitarbeiterin der Institut Français in Köln, überreicht die Plakette der Anerkennung als DELF-Partnerschule an den Leiter der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge, Hartmut Duffert.

Spenge (WB). Was sage ich noch mal zur Begrüßung? »Bonjour?« oder besser »Bonjour, Madame«? Bange Fragen von aufgeregten Schülern schwirren durch das Forum der Regenbogen-Gesamtschule. Am vergangenen Freitag und Samstag waren mehr als 600 Kinder und Jugendliche aus ganz Ostwestfalen in Spenge zu Gast, sie legten hier den mündlichen Teil des weltweit anerkannten Sprachdiploms DELF (Diplôme d‘ Etudes en langue francaise) ab.

Am 26. Januar hatten diese Jugendliche den schriftlichen Teil an ihren Schulen absolviert. Auf den vier Niveaustufen A1, A2, B1 und B2 mussten sie einen Hörtext verstehen und Fragen beantworten, einen Text lesen und verstehen und selbst schreiben. In jedem dieser drei Teilbereiche mussten mindestens 5 und konnten höchsten 25 Punkte erreicht werden.

Stress als wichtige Erfahrung

Vielen Schüler sind solche Tests aus ihren Klassenarbeiten vertraut, sie werden oft in Arbeitsgemeinschaften oder im Unterricht von ihren Lehrern vorbereitet. Aber eine mündliche Prüfung ist noch einmal etwas anderes. Nach einer Vorbereitungszeit mit einem unbekannten Prüfer über einen Text sprechen und Situationen nachspielen, das ist für viele Schüler ungewohnt.

Sind die Prüfer nett? Verstehe ich die Fragen? Kann ich darauf antworten? Reicht die Vorbereitungszeit? Diese Fragen beschäftigen die Schüler. »Diesen Stress und die Aufregung auszuhalten und es durchzustehen, ist eine wichtige Erfahrung und ein Wert an sich. Das macht stolz und bereitet auf andere Prüfungen vor«, sagt Jochen Momberg, der sich als Sprachenkoordinator der Regenbogen-Gesamtschule um die Betreuung der französischen Prüfer, die Organisation und das leibliche Wohl der Gäste mit Kaffee und Kuchen, Crêpes und Brötchen kümmert.

Partnerschule fürs Diplom

Die Schüler des aktuellen Frankreich- und Québecaustausches der Regenbogen-Gesamtschule haben dafür am Freitag und Samstag einen Teil ihrer Freizeit geopfert, um für den Rückaustausch Ende März (die Schüler aus Mortagne) und Ende Mai (die Schüler aus Kanada) Geld zu verdienen.

Ein weiterer Grund zur Freude war auch die Anerkennung durch das französische Kulturinstitut Institut français und damit der französischen Regierung, die die Regenbogen-Gesamtschule zur Partnerschule für das Sprachdiplom DELF ernannt haben.

Und was sage ich noch mal zur Verabschiedung? »Au revoir, monsieur, madame, à la prochaine à Spenge«. Was so viel heißt wie »Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal in Spenge«. Aber das muss man den in Französisch fast perfekten Schülern der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge jetzt gar nicht mehr erklären.

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