Do., 07.03.2019

Chris Sommer stellt im Spenger Rathaus »Gefühle und Welten« aus Fasziniert von Mensch, Natur und Weltall

Chris Sommer im Treppenhaus des Spenger Rathauses. Rechts hinter ihr das Ölgemälde »Flammende Körper«, links ihre »Sonnenanbeterin«.

Chris Sommer im Treppenhaus des Spenger Rathauses. Rechts hinter ihr das Ölgemälde »Flammende Körper«, links ihre »Sonnenanbeterin«. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Spenge (WB). Im Sommer hat ihre blühende Toskana-Wiese den verbrannten Rasen vor dem Spenger Rathaus geschmückt, nun hat Chris Sommer gleich mehrere Wände des Verwaltungsgebäudes mit ihren Gemälden verschönert. Von Sonntag an zeigt die Bünderin 50 Werke unter dem Titel »Gefühle und Welten«.

Wer sich ihre Arbeiten ansieht, stellt schnell fest: Hier stellt jemand aus, der sich nicht auf eine Technik versteift hat und mit offenen Augen für die Schönheit des menschlichen Körpers, der Landschaft und des Weltalls unterwegs ist.

»Die ganzen Berichte über die Umweltzerstörung stimmen mich nachdenklich«, sagt die 1950 geborene Künstlerin, die 50 Jahre in München lebte und im Ruhestand zu ihren Kindern in den Norden zog. »Ich versuche, trotzdem positiv zu denken«, erklärt sie. Von diesem Optimismus sind auch viele ihrer Bilder geprägt.

Kraftvolle Farben

Etliche der gezeigten Arbeiten zeichnen sich durch kraftvolle Farben aus. Auf dem Weg zur ersten Etage begegnet man großformatigen Gemälden, die hier hervorragend zur Geltung kommen. Da ist das Bild »Flammende Körper«, das zwei Menschen zeigt, die aus Flammen zu bestehen scheinen. Durch die grün-gelbe Farbgebung wirken beide jedoch eher, als ob sie mit der blühenden Natur eine harmonische Einheit bildeten. Daneben eine Baumkrone, deren Anblick Chris Sommer im Liegen in sich aufgesogen und später auf die Leinwand gebracht hat.

Gegenüber hängt das Gemälde »Sonnenanbeterin«: Hier hat Sommer mit der neuen Pouring-Technik experimentiert. Dabei wird Acrylfarbe mit Wasser und Silikon vermischt, auf die Leinwand gegossen und dann mit Fingern oder Spachtel bearbeitet. Chris Sommer hat auf diese Weise das fließende Haar einer Frau gemalt, die sie ansonsten mit dem Pinsel dargestellt hat.

Mythische Motive

Für den Ratssaal hat die Künstlerin, die ihr Wissen auch an Schüler weitergibt, mythische Motive ausgewählt. Sie sind in pastelligem Öl gehalten und kleiner im Format. Ein weißer Rabe und ein Ginkgo-Blatt regen darin die Fantasie des Betrachters an.

Ein Thema, das Sommer besonders bewegt, ist das Weltall. Die Faszination, die Planeten und fremden Galaxien auf sie ausüben, ist ihren kraftvollen Bildern anzusehen. Die Farben explodieren wie der Urknall. Auch die Himmelsscheibe von Nebra findet sich in der Ausstellung.

Stadtszenen

Szenen aus ihrer alten Heimat München, Landschaftsgemälde und Schwarzweiß-Arbeiten runden die Ausstellung ab. Darunter ein Pferd, das in voller Dynamik von der Wand zu springen scheint.

Die Ausstellung wird Sonntag um 11.30 Uhr eröffnet. Die Einführung gibt Sommers Ehemann Dieter. Es spielt das Duo »Blue Invitation«, Axel Senge (Saxophon) und Colin Speight (Gitarre). Die Arbeiten sind bis zum 3. Mai zu sehen.

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