Fr., 08.03.2019

Wohnbebauung an der Bielefelder Straße noch nicht perfekt UWG für Ausfahrt an der Herforder Straße

Wohngebiet Bielefelder Straße: Noch ist die Erschließung nur über die Gartenstraße (oben) geplant.

Wohngebiet Bielefelder Straße: Noch ist die Erschließung nur über die Gartenstraße (oben) geplant. Foto: Gerhard Hülsegge

Spenge (WB/gge). Wenn aus der Ackerfläche an der Bielefelder-/Ecke Herforder Straße in Lenzinghausen ein Wohngebiet wird, soll es auch von der Herforder Straße aus erschlossen werden. Hierfür hat sich die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) ausgesprochen. Einmütig wurde im Hauptausschuss während der jüngsten Sitzung der Grundsatzbeschluss gefasst, den Bebauungsplan 34 (»Bielefelder Straße«) aufzustellen. Details wurden noch nicht festgelegt.

Wie berichtet, hat die Wortmann-Tochtergesellschaft HSW aus Hüllhorst vor, das Frommholz-Gelände im Zentrum Lenzinghausens zu erwerben, um dort 16 Einfamilien, drei Mehrfamilien- und fünf Doppelhäuser zu errichten. Bürgermeister Bernd Dumcke konnte jedoch noch nicht vermelden, dass die Verträge unterzeichnet sind.

Streit um Regenrückhaltebecken

Das bestätigte auch HSW-Geschäftsführer Reinhard Hongsermeier am Donnerstag gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Probleme gebe es allerdings nur mit der Stadt. Sie habe plötzlich die Forderung aufgestellt, dass ein Regenrückhaltebecken zu errichten sei. »Dadurch verliere ich einen Bauplatz im Wert von mehr als 100.000 Euro und diese Kosten binde ich mir nicht alleine ans Bein«, so der Unternehmer. Hongsermeier schloss nicht aus, dass das gesamte Projekt hieran auch noch scheitern könne.

Nicht realisiert werden konnte in der Vergangenheit schon die Ansiedlung eines Nahversorgers auf dem Frommholz-Grundstück gegenüber vom Café Wefing in Lenzinghausen. Für die UWG könnte bei der Umsetzung des neuen Bebauungsplanes eine »problematische Gemengelage« hinsichtlich des zunehmenden Verkehrs entstehen.

Denn auch an der Dorfstraße soll ein neues Wohngebiet auf dem ehemaligen Gelände der Möbelfabrik Schmidt entstehen. Gerhard Pahl hatte das Gelände 2011 gemeinsam mit seinem Bruder Günter ersteigert. Der Streit mit der Stadt Spenge um die Erschließungskosten ist beigelegt.

Vereinfachtes Verfahren

Die UWG befürchtet, dass zu viele Fahrzeuge aus beiden neuen Wohngebieten die Bielefelder Straße belasten könnten. Sie plädiert deshalb dafür, das neue Wohngebiet an der Bielefelder Straße auch über die Herforder Straße zu erschließen. Dann könnte insbesondere der Berufsverkehr nicht nur über die Gartenstraße abfließen, die jetzt noch als Haupt-Erschließungstangente vorgesehen ist.

Ob dies auf absolute Ablehnung beim Landesbetrieb Straßen NRW als Baulastträger stößt, bleibt abzuklären. Allerdings möchte die UWG die rasche Umsetzung des Bebauungsplanes auch nicht gefährden. »Wäre das vereinfachte Planverfahren dann in Gefahr?« wollte Ralf Sieker von der Verwaltung wissen.

Fachbereichsleiter Bernd Pellmann verneinte die Frage. Die Grundzüge der Planung würden seines Erachtens durch eine zweite Verkehrsanbindung nicht in Frage gestellt. »Man kann auch zwischendurch umswitchen«, erklärte Pellmann. Zugleich empfahl er, auf jeden Fall ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchzuführen. Und Bürgermeister Bernd Dumcke riet dazu, das Thema zu vertiefen, wenn »Fleisch am Knochen« sei. Denn, so meinte Reinhold Hübers (CDU): »Die Messe ist noch nicht gelesen.«

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