Do., 14.03.2019

Versammlung beim Hegering Spenge – 2020 Kreisjägertag an der Werburg »Zur Brutzeit Hunde an die Leine nehmen«

Wolfgang Friede (von links), Dirk Keßler, Achim Dingerdissen, Joachim Friede, Wilhelm Holzmeier und Jürgen Kleinebrand wurden für Treue und Schießleistungen geehrt.

Wolfgang Friede (von links), Dirk Keßler, Achim Dingerdissen, Joachim Friede, Wilhelm Holzmeier und Jürgen Kleinebrand wurden für Treue und Schießleistungen geehrt. Foto: Daniela Dembert

Spenge (WB/dd). Raubjäger sind ein großes Thema im Hegering Spenge. Anlässlich der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend in der Gaststätte Wefing haben die Jäger an die Initiative Fellwechsel erinnert, welche Pelze von Raubwild einer Verwertung zuführt.

»Das ist eine wichtige Sache, denn es werden viele Raubjäger erlegt. Vor allem die invasiven Arten vermehren sich explosionsartig und müssen laut EU-Vorgabe dezimiert werden, um das Niederwild und Bodenbrüter zu schützen«, erläuterte der Vorsitzende des Hegerings, Achim Dingerdissen.

Eine natürliche Regulierung der Bestände von Waschbär, Fuchs, Marder und Co. sei nicht in Sicht, so Dingerdissen, denn: »Das sind Kulturfolger, die Mülltonnen räubern, sich auch auf Dachböden, in Gartenhütten und Automotorräumen wohl fühlen und teils beachtlichen Schaden anrichten.«

Diese Entwicklung kann der Marderbeauftragte Dirk Keßler bestätigen: »Ich bekomme häufig Anrufe von Menschen die im Stadtzentrum wohnen und über Schäden durch Waschbären und Marder klagen.« Zudem sei ein deutlicher Rückgang bei Bodenbrütern und Niederwild zu verzeichnen.

Streuobstwiese wird angelegt

Aber auch dem Menschen nahestehende Jäger machen Probleme: Katzen reduzieren den Singvogelbestand. »Wir möchten auf die Kastrationspflicht hinweisen, damit sich Freigänger nicht unkontrolliert vermehren« appelliert der Hegerings-Vorsitzende.

Auch Hunde, die unangeleint durch den Wald laufen, stellten eine Gefahr dar. »Selbst ein friedlich umher schnuppernder Hund bedeutet jetzt zur Setz- und Brutzeit für viele unscheinbare Bodenbrüter eine Bedrohung, wegen der sie ihre Nester verlassen. Kühlen die Eier aus, ist das komplette Gelege in Gefahr«, erklärte Keßler, verbunden mit der Bitte, Hunde im Wald anzuleinen.

Nächstes Vorhaben ist das Pflanzen von Hegebüschen und das Anlegen einer Streuobstwiese auf einer zur Verfügung gestellten Fläche eines Mitglieds. »Wir sind bestrebt, Biotope durch Saumstreifen zu vernetzen«, erzählte Achim Dingerdissen. »Die Bäume und Büsche bieten Niederwild und Vögeln Deckungsmöglichkeiten und Nahrung«, so der Lenzinghausener Landwirt und Jäger.

Friede bester Schütze

Zeitnah werden auch die an den Ansitzen der sechs Reviere angebrachten Nistkästen gereinigt und fit für den erneuten Bezug gemacht. 2020 ist der Hegering Gastgeber des Kreisjägertags, der am 30. August an der Werburg stattfinden wird. »Wir stellen uns die Veranstaltung als einen Naturnutzertag mit vielen verschiedenen beteiligten Gruppen vor«, so Dingerdissen. Im Rahmen der Versammlung wurden folgende Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet: Willi Vollmer für 40-jährige Mitgliedschaft, Jürgen Kleinebrand und Dirk Keßler für 25 Jahre.

Beim Hegeringschießen ergaben sich in der Kombination Büchse/Flinte bei den Senioren folgende Platzierungen: Erster ist Wolfgang Friede, gefolgt von Joachim Friede und Wilhelm Holzmeier. Bei den Junioren setzte sich Achim Dingerdissen durch und belegte Platz eins. Zweiter wurde Dirk Keßler, Dritter Dirk Steinkamp.

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