Sa., 27.04.2019

CDU-Abgeordnete Peter Liese und Birgit Ernst besuchen Dental Direkt »Europas Stärken nutzen«

Besichtigten das Spenger Unternehmen Dental Direkt im Industriezentrum: Marvin Kühmer (Prokurist und kaufmännischer Leiter, von links), CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Schönbeck, CDU-Spitzenkandidat Dr. Peter Liese, Birgit Ernst (CDU-Kandidatin für Ostwestfalen-Lippe), Geschäftsführer Gerhard de Boer, Katharina Hartwig (stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende der CDU Spenge) und stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Pilgrim.

Besichtigten das Spenger Unternehmen Dental Direkt im Industriezentrum: Marvin Kühmer (Prokurist und kaufmännischer Leiter, von links), CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Schönbeck, CDU-Spitzenkandidat Dr. Peter Liese, Birgit Ernst (CDU-Kandidatin für Ostwestfalen-Lippe), Geschäftsführer Gerhard de Boer, Katharina Hartwig (stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende der CDU Spenge) und stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Pilgrim. Foto: Christina Bode

Von Christina Bode

Spenge (WB). Wer ein Zahnimplantat bekommt, dem wird womöglich Material aus Spenge eingesetzt. Dr. Peter Liese, Spitzenkandidat der CDU Nordrhein-Westfalen für das Europaparlament, und Birgit Ernst, ostwestfälische Kandidatin der CDU, besuchten am Freitag Dental Direkt. Die Spenger Firma stellt zahnmedizinisches Zirkonoxid her.

1997 in einem kleinen Keller in Jöllenbeck gegründet, beschäftigt das Unternehmen mittlerweile 105 Mitarbeiter an seinen zwei Standorten im Spenger Industriezentrum und im benachbarten St. Annen bei einem Jahresumsatz von mehr als 21 Millionen Euro. »Bis zum Ende des Jahres wollen wir noch 15 bis 20 Mitarbeiter einstellen«, sagt Gerhard de Boer.

Zertifizierung ein Problem

Dr. Peter Liese ist Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und konnte daher viele Themen, die das Unternehmen beschäftigt, nachvollziehen. So hat er unter anderem ein Gesetz zur Zertifizierung von Medizinprodukten mitbeschlossen.

Je nach Risiko werden Medizinprodukte in vier Klassen eingestuft. »Wir müssen unsere Produkte jedes Jahr zertifizieren lassen. Die Auditierung dauert meist sehr lange, so dass wir oft schon nach etwas mehr als einem halben Jahr die neuen Anträge ausfüllen. Ich wünsche mir, dass das künftig unkomplizierter wird«, richtete er eine Bitte an den Europaabgeordneten.

Brexit hat Auswirkungen

Auch über den Brexit unterhielten sich die Gäste mit dem Geschäftsführer. »Derzeit ist die Situation für uns sehr schwierig«, sagte de Boer, dessen Produkte weltweit in 80 Länder verkauft werden. Einige Zulieferer hätten ihren Sitz in England. Er hoffe auf eine baldige Entscheidung, denn derzeit sei mit diesen Firmen nicht verlässlich zu planen. Ein Versprechen konnten ihm auch Peter Liese und Birgit Ernst nicht geben. »Wir hoffen auch auf schnelle Klarheit«, sagte Ernst.

»Grundsätzlich versuchen wir, die Zahntechnik für Labore preislich interessant zu gestalten«, erklärte de Boer. 20 Prozent des Zahnersatzes kämen derzeit aus China oder anderen Ländern. »Einen Teil davon wollen wir uns zurückholen«, sagte er. Birgit Ernst befürwortet diese Strategie. »Europa hat viele Stärken. Es gibt zwar nicht viele Rohstoffe, aber gerade deshalb müssen wir auf unsere Arbeitskraft und Technologie setzen. Wir müssen aufpassen, dass China uns nicht unbemerkt zu viel vom Kuchen wegschnappt«, sagte sie.

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