Fr., 03.05.2019

Lehrer aus dem Regierungsbezirk Detmold nehmen an Fortbildung in Spenger Gesamtschule teil »Forschendes Lernen« hilft Begabten

Mona Harry (links) und Ruth Jakobi aus Hamburg erklären die Unterrichtsmethode für Hochbegabte.

Mona Harry (links) und Ruth Jakobi aus Hamburg erklären die Unterrichtsmethode für Hochbegabte. Foto: Gerhard Hülsegge

Spenge (WB/gge). Der normale Intelligenzquotient (IQ) eines Menschen liegt bei 85 bis 115. Ab einem Wert von 130 gelten Kinder bereits als hochbegabt. Wie sie unterrichtet werden sollten, darüber haben sich 21 Lehrer aus dem Regierungsbezirk Detmold am Donnerstag in der Regenbogen-Gesamtschule Spenge informiert.

»Forschendes Lernen« stand im Mittelpunkt der mittlerweile dritten Fortbildungsveranstaltung dieser Art. »Zwei Prozent der Bürger sind hochbegabt. Und 20 Prozent aller Kinder könnten mehr leisten, wenn man sie nur ließe«, sagt Volker Begemann-Kaufmann, Leiter der Grundschule in Bielefeld-Vilsendorf. Gemeinsam mit Sabine Richters, didaktische Leiterin an der Regenbogen-Gesamtschule, hat er sich die Fortbildung besonderer Art auf die Fahnen geschrieben.

Besonders intelligente Schüler wollen Lösungen selbst erarbeiten

Eingeladen hatte das Duo diesmal Ruth Jakobi und Mona Harry aus Hamburg, zwei Expertinnen auf dem Gebiet der Begabtenförderung. Sie gaben den Pädagogen aus neun verschiedenen Schulen, darunter auch der Regenbogen-Gesamtschule und der Grundschule Spenge-Land, Tipps zur Unterrichtsmethodik.

»Haltung und Sichtweise der Lehrer sollen sich ändern«, erklärt Richters. »Es darf zum Beispiel philosophiert werden über die Dinge dieser Welt«, ergänzt Begemann-Kaufmann. Denn besonders intelligente Schüler wollten Lösungen selbst erarbeiten. Lehrer müssten lernen, dass sie nicht alle Fragen sogleich beantworten müssten.

Stiftung unterstützt Fortbildung

An manchen Schulen wird das Forschen schon umgesetzt, andere wollen es einführen. Die Fortbildungen werden unterstützt vom Land mit dem Projekt »Zukunftsschulen NRW«, finanziert von der Stiftung Bildung zur Förderung Hochbegabter mit Sitz in Vlotho. »Die Fortbildung kostet uns pro Tag 2000 Euro. Dass die Stiftung sie bezahlt, finde ich einfach toll«, sagt Volker Begemann-Kaufmann.

Und weil der Förderer im Kreis Herford beheimatet ist und hier auch einige der teilnehmenden Schulen ansässig sind, finden die Lehrer-Fortbildungen traditionell in Spenge statt.

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