Fr., 24.05.2019

Himmelfahrt am Hücker Moor: Kreisjugendamt zum ersten Mal mit drei Leuten vor Ort Polizei erwartet wieder Randale

Ohne Polizeieinsatz geht es an Himmelfahrt am Hücker Moor nicht. Jedes Jahr kommt es laut Polizei zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen bei der »Riesenparty« auf der Moorstraße. 2017 (Foto) waren 55 Polizeibeamte im Einsatz. Die örtliche Polizei wurde von Teilen von Hundertschaften unterstützt.

Ohne Polizeieinsatz geht es an Himmelfahrt am Hücker Moor nicht. Jedes Jahr kommt es laut Polizei zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen bei der »Riesenparty« auf der Moorstraße. 2017 (Foto) waren 55 Polizeibeamte im Einsatz. Die örtliche Polizei wurde von Teilen von Hundertschaften unterstützt. Foto: Dembert

Von Karin Koteras-Pietsch

Spenge (WB). Platzverweise und Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung oder Körperverletzung: So endet meist die Riesen-Party zu Vatertag am Hücker Moor. Ein großes Polizeiaufgebot will dem entgegentreten. In diesem Jahr sind zum ersten Mal auch drei Vertreter des Kreisjugendamtes vor Ort.

»Das Beste wäre, es würde diese Veranstaltung gar nicht geben«, da sind sich Spenges Ordnungsamtsleiter Dirk Placke, Dieter Lorens, Leiter der Polizeiwache, Matthias Rahe vom Kreisjugendamt und Bürgermeister Bernd Dumcke einig. »Sollen die Jugendlichen doch mit ihren Bollerwagen losziehen und in kleinen Gruppen trinken. Aber diese Zusammenkunft am Hücker Moor muss nicht sein«, sagen sie.

Wie schon in den Vorjahren wird auch diesmal an Himmelfahrt wegen des Treffens der jungen Leute die Moorstraße von 10 bis 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Erwartet werden wieder mehrere hundert »Partygäste«. »Wir werden in diesem Jahr zum ersten Mal mit drei Mitarbeitern vor Ort sein und uns vor allem um die Jugendlichen kümmern, die sich dort gar nicht wohl fühlen. Wir werden ihnen Angebote machen und uns mit ihnen in eine ruhige Ecke zurückziehen«, sagt Rahe. Dort würden Gespräche und etwas Ruhe bei Kaffee, Tee oder Wasser angeboten. So mancher junge Feiernde sei dem Druck der Gruppe nicht gewachsen und wahrscheinlich froh, wenn er dort heraus könne.

Eltern werden informiert

Die Ordnungshüter rechnen auch für dieses Jahr wieder damit, dass die Situation am Hücker Moor eskaliert. »Die meisten Jugendlichen sind stark alkoholisiert und völlig enthemmt. Sachbeschädigungen und Körperverletzungen sind die Folge«, sagt Dieter Lorenz und kündigt an, dass er und seine Kollegen von der Polizei mit aller Konsequenz bei den Jugendlichen durchgreifen werden, die einen zu hohen Alkoholpegel haben. »Wer völlig betrunken ist, den schicke ich gleich wieder weg«, sagt Lorenz. Wenn Jugendliche unter 16 mit Hochprozentigem erwischt würden, würden die Eltern informiert.

Unterstützung bekommt die örtliche Polizei wieder von Teilen von Hundertschaften aus anderen Städten. Wie viele Kräfte es sein werden, wollte Lorenz nicht sagen. Die gastronomischen Betriebe am Hücker Moor werden an diesem Tag bis auf Beckmann geschlossen haben. Letzteres Lokal hat laut Lorenz extra Sicherheitskräfte vor Ort.

Wer an diesem Tag das Hücker Moor besuchen will, dem empfiehlt das Ordnungsamt, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen. Darüber hinaus gib es an der Bünder Straße einen Parkplatz.

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