Di., 28.05.2019

Feuerwehrkräfte aus Enger und Spenge beenden Grundlehrgang Personenrettung simuliert

Mit Rettungsschere und Spreizer nehmen die Lehrgangsteilnehmer truppweise zwei alte Autos auseinander. Danach kann die »verletzte« Person aus dem Wrack geholt und mittels einer Trage notfalls auch ins Krankenhaus gebracht werden.

Mit Rettungsschere und Spreizer nehmen die Lehrgangsteilnehmer truppweise zwei alte Autos auseinander. Danach kann die »verletzte« Person aus dem Wrack geholt und mittels einer Trage notfalls auch ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Thomas Meyer

Von Thomas Meyer

Enger (WB). Wer nach einem Verkehrsunfall eingeklemmt und womöglich verletzt im Auto sitzt, kann einige Dinge nicht gebrauchen: Erschütterungen, Splitter, lautes Kommandogebrüll. Darum ging es beim Grundlehrgang der Feuerwehren Enger und Spenge im Modul »Technische Hilfeleistung« ruhig und präzise zu.

Es war der letzte Teil des Einführungslehrgangs, den jeder Feuerwehrmann zu Beginn seiner aktiven Feuerwehrzeit absolvieren muss. Den Löschangriff hatten die 18 Teilnehmer bereits erfolgreich hinter sich gebracht. »Beim Löschangriff ist absolute Schnelligkeit gefragt: Wenn es brennt und Menschenleben von Rauch und Feuer bedroht sind, zählt wirklich jede Sekunde«, so Arndt Höpker, stellvertretender Wehrführer aus Enger. »Bei der Technischen Hilfe ist das anders. Meistens ist einem Unfallgeschädigten durch vorsichtiges Vorgehen besser geholfen als durch übereiltes Handeln.«

Aufgaben klar verteilt

Konkret: Bevor die eigentliche Personenrettung beginnt, müssen die Feuerwehrleute zunächst das Fahrzeug sichern. Unterlegsysteme werden unter die Karosserie geschoben, die Luft aus den Reifen gelassen, die Scheiben zur Vermeidung von Splitterbildung abgeklebt (»Glasmanagement«).

Dann kommt das schwere Gerät zum Einsatz: Mit Rettungsschere und Spreizer nahmen die Lehrgangsteilnehmer truppweise zwei alte Autos auseinander. Dabei waren Engeraner und Spenger getrennt. »Jede Gruppe kommt mit den eigenen Fahrzeugen und Geräten am besten zurecht«, sagte Höpker. Wichtig seien eine klare Aufgabenverteilung und eine gute Zusammenarbeit: »Jeder hat exakt definierte Arbeitsbereiche, innerhalb derer die Aufgaben präzise ausgeführt werden.«

Alle Teilnehmer bestehen

Für die Abnahme der Prüfung waren die Wehrführer aus Enger und Spenge, Michael Rogowski und Thomas Reschke, zuständig. Seit mehr als 30 Jahren führen die beiden Feuerwehren den Grundlehrgang zusammen durch. Zusammengenommen mit Übungen zum Absichern von Unfallstellen und zur Bedienung des Hebekissens sowie der vorangegangenen Module und theoretischen Ausbildungsteile wie Baukunde, Fahrzeug- und Gerätekunde und Atemschutz stand am Ende ein erfreuliches Ergebnis fest: Alle Teilnehmer haben bestanden.

Aus Enger: Thomas Engl, Tobias Feige, Andrea Grzesik, Claudia Kaiser, Dominic Klostermeier, Lukas Müller, Maik Neumann, Mariusz Pochalla, Lisa Roßmann, Christian Schäfer und Philip Woch. Aus Spenge: Max Eickmeyer, Marvin Grafahrend, Anett Lohr, Cedric Potthoff, Julian Sielemann und Tobias Walkenhorst.

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