Di., 28.05.2019

108 Sprengungen im Jahr 2018 – OWL war auch mehrfach betroffen Zahl der Geldautomatensprengungen in NRW wieder gestiegen

2018 wurden in NRW wieder mehr Geldautomaten gesprengt.

2018 wurden in NRW wieder mehr Geldautomaten gesprengt. Foto: Arnulf Stoffel/dpa

Düsseldorf/Spenge/Löhne/Steinhagen/Bielefeld (WB/sti). Geldautomaten üben wieder eine wachsende Anziehungskraft auf Gangster aus: Von 2017 auf 2018 ist die Zahl der Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen um rund 17 Prozent auf 108 gestiegen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus dem Düsseldorfer Landtag hervor.

Zusätzlich gab es im vergangenen Jahr 71 versuchte Sprengungen (2017: 46). 22 Verdächtige konnten festgenommen werden – einer weniger als ein Jahr zuvor – darunter 17 mit niederländischer Staatsangehörigkeit (2017: 23).

Mit jeweils neun Fällen hatten die Polizeibehörden in Köln und in Mettmann am meisten mit diesen Delikten zu tun. Den bisherigen Höhepunkt der Geldautomatensprengungen in NRW hatte es 2016 mit 136 vollendeten Taten, 68 Versuchen und 30 Festnahmen gegeben.

Häufig sind es selbstgebastelte Sprengsätze

Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts (LKA) werden häufig selbstgebastelte Sprengsätze etwa aus illegalen Feuerwerkskörpern verwendet. Mit Sprengstoff attackieren Kriminelle vor allem Geldautomaten, die von Banken bereits gegen Gas-Explosionen abgesichert worden sind.

Darüber hinaus hat das LKA weitere 92 Angriffe auf Geldautomaten erfasst, die nicht gesprengt, sondern aufgehebelt, geflext oder komplett mitgenommen wurden. Auch hier lag das Polizeipräsidium Köln im vergangenen mit elf Vorfällen an der Spitze.

Zahlreiche Vorfälle in OWL

Auch in Ostwestfalen-Lippe kam es im vergangenen Jahr immer wieder zu Geldautomatensprengungen und anderen Angriffen. Ende März wurde ein Geldautomat in Spenge gesprengt. Nicht gelungen ist den Tätern hingegen eine Sprengung in Steinhagen im April .

Tatort Löhne: Anfang Mai entstand hier durch die Sprengung des Geldautomaten ein Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. Auch in eine Filiale der Deutschen Bank in Halle war an Pfingsten es zu einem Vorfall gekommen, bei dem ein Automat gesprengt wurde. Die dritte Sprengung im Mai gab es am Edeka-Markt in Verl.

Im Juni haben Unbekannte in der Gütersloher Innenstadt zugeschlagen. Im August hielt die Geldkassette eines Automaten in Bielefeld-Heepen einer Sprengung stand. Nur eine Woche später gab es in Bielefeld einen weiteren Sprengungsversuch.

Am zweiten Weihnachtstag soll ein Mann in Neesen versucht haben, einen Geldautomaten mit einem Beil aufzubrechen.

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