Do., 30.05.2019

Evangelisches Gemeindehaus in Mantershagen besteht 50 Jahre Große Feier am Pfingstsonntag

Das evangelische Gemeindehaus an der Straße Kreuzfeld 15 in Mantershagen wurde 1969 errichtet. Es ersetzte das alte Gemeindehaus aus den Zwanzigerjahren und wird vielfältig von verschiedensten Gruppen und Kreisen genutzt.

Das evangelische Gemeindehaus an der Straße Kreuzfeld 15 in Mantershagen wurde 1969 errichtet. Es ersetzte das alte Gemeindehaus aus den Zwanzigerjahren und wird vielfältig von verschiedensten Gruppen und Kreisen genutzt. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Kirche – das sind Menschen, die auf Gott vertrauen. Und sie brauchen Räume, um ihren Glauben zu leben. Das sagten sich auch die Mitglieder des Pfarrbezirks Wallenbrück, als sie vor 50 Jahren das evangelische Gemeindehaus, Kreuzfeld 15, in Mantershagen errichteten.

Das Jubiläum wird am Pfingstsonntag, 9. Juni, gefeiert. Und zwar mit einem großen Gemeindefest, zu dem alle Gemeindeglieder und Interessierte eingeladen sind. Begonnen wird der Festtag mit einem Gottesdienst um 11 Uhr, der bei schönem Wetter auf der Wiese hinter dem Haus stattfinden soll. Danach gibt es Leckeres vom Grill, Kaffee, Kuchen und kalte Getränke. Ein buntes Programm schließt sich an. Die Evangelische Jugend ist mit diversen Spielangeboten vertreten. Außerdem gibt es Musik- und Tanzvorführungen, ebenfalls zum Mitmachen. Auch die Theatergruppe »Spieltrieb« bereitet etwas vor.

Aufbruchstimmung

In einem Erzählcafé berichten Zeitzeugen wie Heinz-Georg Scholten, Pfarrer der Wallenbrücker Gemeinde von 1965 bis 1972, zur Entstehung und Geschichte des Gemeindehauses. Der Seelsorger lebt heute in Soest. Im jüngsten Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Spenge berichtet er unter anderem: »Damals in den sechziger Jahren herrschte Aufbruchstimmung in Deutschland. Die karge Nachkriegszeit war zu Ende. Alles richtete sich wieder auf, schaute nach Neuem, scheute nach vorne. In Wallenbrück wurde Zerfallenes abgerissen und neu gebaut.«

Anstelle des heutigen Gemeindehauses stand in Mantershagen ein Altbau aus den 1920er Jahren. Auch er wurde abgerissen. 1968/1969 plante und baute Architekt Paul Herrmann aus Spenge mit örtlichen Handwerkern ein großzügiges, helles Gemeindehaus. Eingeweiht wurde es am Reformationstag 1969 in Anwesenheit auch des Herforder Superintendenten Helmut Gaffron.

Haus ein Mittelpunkt

Heute findet im Gemeindehaus nicht nur Jugendarbeit statt. Auch der Chor Grenzenlos, der Posaunenchor- und der Kirchenchor proben dort gerne und regelmäßig. Außerdem führt die Theatergruppe »Spieltrieb« dort ihre beliebten Stücke auf. Ferner wird das Gebäude für das obligatorische Kaffeetrinken nach einer Beerdigung genutzt. »Das Gemeindehaus in Mantershagen ist mit der Zeit zum Mittelpunkt der Gemeinde geworden«, sagt Gerhard Heining (81), der 30 Jahre lang Leiter des Posaunenchores war und auch heute noch – ebenso wie Ehefrau Gudula – aktiv am Gemeindeleben teilnimmt.

Regen Zulauf findet im Gemeindehaus Mantershagen nicht zuletzt der Frühstückskreis, der einmal im Monat stattfindet. Der Erhalt des Gebäudes als kirchliche Begegnungsstätte ist laut Heining deshalb »sinnvoll und nötig«. Der große Saal, ein weiträumiger Kellerraum und der nicht minder kleine Rasen werden geschätzt. Im ehemaligen Pastorenhaus nebenan, zuletzt bewohnt von Pastorin Claudia Boge-Grothaus (die heute Pastorin in Bielefeld-Quelle ist) und ihrer Familie, sind zurzeit Asylbewerber untergebracht.

Das Gemeindehaus wurde eine Zeit lang auch als »Winterkirche« genutzt, um Heizkosten in der Wallenbrücker Marienkirche zu sparen.

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