So., 09.06.2019

Berliner Architekturbüro gewinnt Wettbewerb zur Umgestaltung in Spenge Blücherplatz wird zur Stadtbühne

Sieger im Wettbewerb: So soll der Blücherplatz spätestens 2021 nach Vorstellung des Architekturbüros Reschke aus Berlin aussehen.

Sieger im Wettbewerb: So soll der Blücherplatz spätestens 2021 nach Vorstellung des Architekturbüros Reschke aus Berlin aussehen. Foto: M.SC. Landschaftsarchitektur

Von Gerhard Hülsegge

Spenge (WB). Sieben Stunden hat die Fachjury getagt. Jetzt steht der Sieger fest: Das Landschaftsarchitekturbüro Franz Reschke aus Berlin-Kreuzberg hat den mit 12.000 Euro dotierten Wettbewerb zur Umgestaltung des Blücherplatzes in Spenge gewonnen.

»Ich hatte schon ein gutes Gefühl«, sagte Janina Gäckler, die den Preis stellvertretend für das Unternehmen am Freitag im Spenger Rathaus entgegen nahm. Mit dem Projekt »Stadtbühne« lag die 32-Jährige mit ihrem Team am Ende vorn und bekam den Zuschlag. 33 Büros hatten am Wettbewerb teilgenommen, 16 kamen in die Endauswahl.

Wasserspiel zwischen Bäumen

Überzeugt hatten die Berliner mit ihrem Konzept, ein zehn Zentimeter flaches Wasserspiel – das für größere Veranstaltungen auch abgestellt werden kann – zwischen zusätzlichen Bäumen zu installieren. Es hat einen Durchmesser von acht Metern. Nebel erzeugt dabei einen leichten Film. Verstellbare Sitzgelegenheiten bilden die Tribüne auf einheitlichem Pflaster, der Engerstraße angepasst. Geparkt werden darf auf dem Blücherplatz künftig nicht mehr, die Zufahrt aus Richtung Stadthalle (Marktstraße) wird abgebunden.

Die Engerstraße bleibt dagegen für den Verkehr geöffnet, das war auch Vorgabe beim Wettbewerb. Die 17 Juroren, die am Mittwoch nichtöffentlich in der Stadthalle getagt hatten (wir berichteten in der Donnerstagausgabe) sprachen sich einstimmig für den Entwurf des Büros Reschke aus. Überdacht werden sollte ihrer Meinung nach nur noch die Verkehrsführung für die Anlieger. Auch die Verlegung der Bushaltestelle vor Ziegenbruchs Gastronomie sei denkbar, hieß es.

Info-Veranstaltung geplant

Landschaftsarchitekt Martin Gasse, unter dessen Regie der Wettbewerb durchgeführt wurde, erklärte, dass auch mobile Sommergastronomie auf dem Blücherplatz möglich sei. Leerstände könnten hierfür ebenfalls genutzt werden. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom robusten Planungsansatz der Berliner. Und Bürgermeister Bernd Dumcke meinte: »Wir haben heute eine klare Idee, wie es werden könnte.«

Beim Wettbewerb wurden auch noch ein zweiter und zwei dritte Preise an Büros aus Stuttgart, Berlin und Köln vergeben. Sie waren mit 8000 und 5000 Euro (nun geteilt) dotiert. Das Preisgeld für den Erstplatzierten wird auf das Auftragshonorar angerechnet. Gasse wies darauf hin, dass der preisgekrönte Entwurf zum Blücherplatz-Umbau den Kostenrahmen von 860.000 bis einer Million Euro nicht sprenge. Die Maßnahme zur Umsetzung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) wird zu 70 Prozent vom Land NRW gefördert inklusive der Kosten für den Architektenwettbewerb. Die Arbeiten könnten 2020, spätestens 2021 durchgeführt werden.

Am 25. Juni gibt’s noch eine Info-Veranstaltung. Alle finalen Wettbewerbs-Vorschläge hängen im Sitzungssaal und in den Fluren des Rathauses aus.

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