So., 16.06.2019

Streit um Neugestaltung des Blücherplatzes in Spenge CDU gegen autofreie Zone

Der Blücherplatz wird zurzeit sogar von Bussen befahren. Ob Autos verbannt werden sollen, ist weiter strittig.

Der Blücherplatz wird zurzeit sogar von Bussen befahren. Ob Autos verbannt werden sollen, ist weiter strittig. Foto: Gerhard Hülsegge

Spenge (WB/gge). Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen, der Sieger (das Büro Franz Reschke aus Berlin-Kreuzberg) gekürt. Einstimmig haben deshalb die Mitglieder des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses in Spenge beschlossen, Landesfördermittel für die neue »Stadtbühne« mit Flachwasserspiel zu beantragen. Hauptausschuss und Rat müssen noch zustimmen.

Dann würde die mit 1,2 Millionen Euro veranschlagte Maßnahme (inklusive Architektenwettbewerb) voraussichtlich zu 70 Prozent vom Land NRW finanziert. Die Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm »Kleine Städte und Gemeinden« sollen zur Umsetzung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) beitragen.

Stellflächen an Stadthalle

Hatte sich die 17-köpfige Jury noch dem Vorschlag des Büros Reschke angeschlossen, die Marktstraße künftig abzubinden und das Parken auf dem Blücherplatz ohnehin zu untersagen, hatte Reinhold Hübers (CDU) in der Fachausschusssitzung noch Vorbehalte und Fragen. Zum Beispiel die: »Wo bleiben denn die jetzt noch auf dem Blücherplatz parkenden Fahrzeuge?«

»An der Stadthalle gibt es viele Parkplätze«, antwortete Martin Gasse, der den Wettbewerb der Landschaftsarchitekten (16 Arbeiten standen zur Auswahl) für die Stadt Spenge organisiert und begleitet hatte. Bis zum Blücherplatz seien lediglich 100 Meter Fußweg zu überwinden. Den Umweg über die Poststraße oder die Straße In der Mut wollte Hübers den Autofahrern allerdings nicht zumuten. Parkprobleme gebe es jetzt schon an der Engerstraße. Außerdem müsse man die Kosten für den Wettbewerb im Verhältnis zu dessen Nutzen sehen.

Kalla: »Versuch macht klug«

»Es gibt immer Menschen, die sind immer gegen was«, konterte Rainer Kalla (FDP). Schlechter als zurzeit könne es nicht werden. »Versuch macht klug«, meinte der Liberale. Das geplante Wasserspiel ziehe vermutlich Familien auf den Platz, zumal das »Eishörnchen« als Eisdiele nur drei Häuser entfernt angesiedelt sei. Den Autofahrern sei eine halbe Minute Mehrweg zuzumuten. »Der Wettbewerb hat einen Sinn gehabt«, meinte Kalla. Das sahen auch Grüne und SPD so. Ralf Sieker (UWG) betonte, dass künftig auch Sommer-Gastronomie auf dem Blücherplatz möglich sein sollte, zum Beispiel in Form von mobilen Wagen, Tischen und Bänken. Die Stadt Spenge lädt alle Bürger zu einer Informationsveranstaltung für Dienstag, 25. Juni, um 18.30 Uhr in die Mensa der Regenbogen-Gesamtschule ein.

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