Noch Bodenproben wegen Nässe nötig – Pläne im Fachausschuss des Rates präsentiert
Spielplatz Schulstraße: Nur Seilbahn fehlt

Spenge (WB). Noch nicht gebilligt haben Spenges Politiker die Pläne zur Errichtung eines neuen Kinderspielplatzes an der Schulstraße zwischen der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen und der neuen Kita Taka-Tuka-Land. Die CDU-Fraktion reklamierte Beratungsbedarf, außerdem soll das Ergebnis einer Bodenprobe abgewartet werden.

Donnerstag, 20.06.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 15:32 Uhr
So könnte der neue Spielplatz an Spenges Schulstraße aussehen. Links die geplanten Spielgeräte. Foto: Gerhard Hülsegge
So könnte der neue Spielplatz an Spenges Schulstraße aussehen. Links die geplanten Spielgeräte. Foto: Gerhard Hülsegge

»Der Boden ist feucht bis nass«, erklärte Diplom-Ingenieur Stefan Höke aus Bielefeld jetzt vor den Mitgliedern des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses des Rates der Stadt Spenge bei der Vorstellung seiner Entwurfsplanung. Das Gelände befinde sich in einer Senke. Ein Bodenaustausch sei eventuell nötig. Die chemische Belastung solle ermittelt werden. Die Laborergebnisse seien abzuwarten. Vielleicht reichten aber auch drei bis vier Dränage-Stränge, um das Areal trocken zu legen.

Kletterpyramide und Schaukel

Die Kinderkonferenz der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen, die OGS (Offener Ganztag) und der Kinder der Kindertageseinrichtung Taka-Tuka-Land waren im Vorfeld gebeten worden, Wünsche für die Neueinrichtung des öffentlichen Spielplatzes Schulstraße zu benennen. Ihnen wurde entsprochen, nur wird es keine Seilbahn geben. »Die gibt es bereits an der Schwanebecker Straße«, sagte Umweltmanagerin Doris Bartelheimer. Die zusätzliche Anschaffung würde mehr als 20.000 Euro kosten.

Im Budget von 65.000 Euro Netto-Kosten enthalten sind: eine Holzwippe, ein barrierefreies Boden-Trampolin, ein Sandspielbereich mit Rahmenpflanzungen, Sitzgelegenheiten, ein Fußweg halb um den Platz herum, eine Seil-Kletterpyramide, eine Zweifach-Schaukel, eine Nestschaukel, sowie ein hölzerner Turm, eine Hängebrücke und eine Rutsche als Kombinations-Spielgerät.

An Schulkindern orientiert

Der untere Spielplatz ist als Bewegungsfläche mit Bolzplatz und zwei Toren konzipiert. Sandstein-Quader und Heckensegmente komplettieren die Fläche. Die vorhandene Birke bleibt ebenso erhalten wie ein Apfelbaum, zwei Obstbäume werden gefällt.

FDP-Ratsherr Rainer Kalla wies darauf hin, dass der neue Spielplatz von allen nutzbar sein sollte. »Was macht denn das Kind von zwei Jahren?« wollte er deshalb vom Planer wissen. Höke räumte ein, von Grundschulkindern als zu versorgende Klientel ausgegangen zu sein. Einen Sandbereich zum Spielen für kleinere Kinder zu schaffen, sei allerdings noch machbar.

Reinhold Hübers (CDU) hielt die Pläne hinsichtlich des Bolzplatzes noch nicht für ausgereift. »Das ist kein Leuchtturm«, lautete das Urteil des Christdemokraten. Und Hans-Jürgen Fischer (SPD) warnte vor Vandalismus, der laut Bernd Pellmann (Verwaltung) kaum zu verhindern sein. Es sei denn, man wolle das gesamte Gelände einzäunen. 2020 soll der neue Spielplatz in Betrieb genommen werden.

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