Di., 23.07.2019

Land sagt Förderung von 200.000 Euro zu – Hölzerne Innenkonstruktion muss erneuert werden Windmühle Hücker-Aschen kann saniert werden

Derzeit ist die Windmühle Hücker-Aschen für Besucher gesperrt. Ihre Statik ist nicht sicher.

Derzeit ist die Windmühle Hücker-Aschen für Besucher gesperrt. Ihre Statik ist nicht sicher. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Kathrin Weege

Spenge (WB). Gute Nachrichten für die Heimatfreunde aus Hücker-Aschen zum Ferienstart. Das Land folgt einem Förderantrag der Stadt Spenge und unterstützt die Sanierung der Windmühle in Hücker-Aschen.

Da die Statik nicht mehr als sicher galt, musste die Stadt Spenge das Gebäude im November vergangenen Jahres sperren. Experten wie der Restaurator Christoph Probst hatten das Gebälk der Wallholländer Windmühle von 1861 auf dem Gehlenbrink für so morsch eingestuft, dass Einsturzgefahr bestand.

Sanierung kostet etwa 300.000 Euro

»Das sind tolle Nachrichten vom Land. Wir hatten einen Antrag gestellt und wussten, dass eine Entscheidung nun bald ansteht«, sagte Bürgermeister Bernd Dumcke am Montag. Die Sanierung der Mühle soll laut einem Experten etwa 300.000 Euro kosten. »90.000 Euro an Eigenmitteln haben wir bereits in unserem Haushalt eingeplant. Mit den 200.000 Euro vom Land ist die Summe nun nahezu vollständig«, so Dumcke weiter. Die Stadt wolle nun zusehen, dass die Arbeiten möglichst schnell beginnen

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Es hatte einiges an Aufruhr gegeben, als die Stadt Spenge im November 2018 die Windmühle auf dem Gehlenbrink gesperrt hat und sämtlich Veranstaltungen dort abgesagt werden mussten. Mit der Zusage des Landes für das Geld kann die Sanierung des historischen Gebäudes nun losgehen. Und das soll möglichst schnell erfolgen, sagt die Stadtverwaltung. Das wird nicht nur die Heimatfreunde freuen, sondern auch die Besucher der beliebten Feste an der Wallholländer Mühle. Kathrin Weege

können.

Der Zahn der Zeit hatte an der Mühle genagt. »Das Innenleben besteht aus Holz. Die Balken haben unter Pilz und dem Alterungsprozess gelitten. Außerdem muss um die Mühle herum auch etwas geschehen, denn Wasser ist in das Gebäude eingedrungen«, erklärte Bernd Dumcke. Was genau überarbeitet werden muss, hatte ein Gutachter ermittelt. Auf dieser Grundlage wurde der Förderantrag gestellt.

Überraschung für Heimatverein

Ulrich Placke, Vorsitzender des Heimatvereins, wurde Montag von der guten Nachricht überrascht. »Ich habe neulich noch mit der Stadt gesprochen. Man wollte sich stark einsetzen, dass es mit der Förderung klappt. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass das Geld nun kommen wird.«

Programm »Dorferneuerung«

Die 200.000 Euro stammen aus dem Programm »Dorferneuerung«. Es ist gedacht für Sanierungsmaßnahmen an ortsbildprägenden Gebäuden zur Sicherung ländlicher Bausubstanz. Mit der Veröffentlichung des Programms 2019 können insgesamt 282 Maßnahmen in 129 Städten und Gemeinden unterstützt werden. Das Land verteilt insgesamt 23 Millionen Euro.

Die Förderung erfolgt ausschließlich innerhalb der im nordrhein-westfälischen Programm »Ländlicher Raum 2014-2020« definierten Gebietskulisse in Orten oder Ortsteilen von bis zu 10.000 Einwohnern.

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