Fr., 13.09.2019

Ausschuss stimmt Errichtung eines Trimm-Dich-Parks zu Calisthenics statt Skaterbahn

Die Skaterbahn an der Ledeburstraße ist Geschichte. Nun soll hier ein Calisthenics-Parcours entstehen, auf dem die Spenger ihre Muskeln trainieren können. Der Ausschuss für Stadtentwicklung machte den Weg dafür frei.

Die Skaterbahn an der Ledeburstraße ist Geschichte. Nun soll hier ein Calisthenics-Parcours entstehen, auf dem die Spenger ihre Muskeln trainieren können. Der Ausschuss für Stadtentwicklung machte den Weg dafür frei. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Spenge (WB). Sportskanonen und solche, die es noch werden wollen, können sich freuen: Der Stadtentwicklungsausschuss hat am Donnerstagabend der Errichtung eines Calisthenics-Parks auf dem Gelände des ehemaligen Skaterparks zugestimmt.

»In Großstädten sind diese Art der Trimm-Dich-Parks der Renner«, versicherte Sebastian Möcker, Fitnesstrainer und Mitinitiator des Projektes. Gemeinsam mit Benjamin Volk von der Kaufmannschaft Spenge stellte er den Politikern den neuen Sporttrend und die Planungen für Spenge vor. Ziel der Kaufmannschaft und der sie unterstützenden Gewerbe- und Industriebetriebe sei es, die Einwohner zur gemeinsamen Bewegung an der frischen Luft zu animieren. »Das fördert die Gesundheit und das Gemeinschaftsgefühl«, ist er sicher. Außerdem wollten die Initiatoren die Entwicklung Spenges als attraktiver Wohnort voranbringen.

Calisthenics heißt »schöne Kraft«

Bei Calisthenics – das Wort stammt aus dem Griechischen und heißt »schöne Kraft« – handelt es sich um Sport auf einer öffentlichen, für jeden frei zugänglichen Anlage an einer Auswahl von Geräten. Auch Sportvereine können sie nutzen. Die Freizeitsportler können sich von Sprosse zu Sprosse hangeln, Klimmzüge üben oder Kniebeugen vollführen. Statt in der Muckibude kann hier bei gutem Wetter mit dem eigenen Gewicht als Widerstand trainiert werden. »Die Übungen sprechen die ganze Muskulatur an und können in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgeführt werden«, erklärte Möcker. »So werden Menschen jeden Alters angesprochen.« Erfahrungsgemäß machen junge Erwachsene den Großteil der Nutzer aus.

Park kostet 45.000 Euro

Wie Benjamin Volk erklärte, sei der Standort an der Ledeburstraße zwischen Sporthalle und Bolzplatz ideal, da er zentral sei, jedoch niemand gestört werde. Die Größe sei optimal, der Boden bereits verdichtet. Er wird mit Schutzmatten belegt.

Finanzieren will die Kaufmannschaft den inklusive Übungstafeln und Tüv-Abnahme 45.000 Euro teuren Park aus Eigenmitteln (15.000 Euro) sowie über gewerbliche Investoren und Stiftungen. Sie kümmert sich auch um den Zustand der Anlage. Im ersten Quartal 2020 soll sie stehen.

Einstimmige Entscheidung

Einstimmig begrüßten die Politiker die private Initiative. Der Park passe hervorragend in das Areal mit Bolzplatz, Sporthalle, Tennisplatz und Freibad. Die Tatsache, dass die Stadt lediglich die Fläche zur Verfügung stellen und keine Kosten tragen muss, erleichterte ihnen zusätzlich die Zustimmung zu dem Projekt.

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