Modellbauer zeigen ihre Kunstwerke – Nachtfahrt mit aufwendiger Beleuchtung
100 Traumschiffe schippern im Freibad

Spenge (WB). Zweimal waren sie in dieser Saison schon zu Gast im Lenzinghauser Freibad, am Wochenende haben die Schiffsmodellfreunde Hücker Moor zum großen Treffen mit Nachtfahrt ins Bürgerbad geladen.

Montag, 16.09.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 16.09.2019, 15:20 Uhr
Dieses Boot ist nach dem Vorbild eines Schnellboots aus den 30er Jahren gebaut. Sehr aufwändig war das Lackieren der Holzteile. Etwa zehn Schichten Lack waren nötig, um dieses brillante Ergebnis zu erzielen. Insgesamt waren am Wochenende etwa 100 Boote zu sehen. Foto: Daniela Dembert
Dieses Boot ist nach dem Vorbild eines Schnellboots aus den 30er Jahren gebaut. Sehr aufwändig war das Lackieren der Holzteile. Etwa zehn Schichten Lack waren nötig, um dieses brillante Ergebnis zu erzielen. Insgesamt waren am Wochenende etwa 100 Boote zu sehen. Foto: Daniela Dembert

Zahlreich tummelten sich Modellbauer – auch aus befreundeten Vereinen – auf dem Gelände, stellten ihre handgefertigten Kunstwerke zur Schau und ließen viele davon auch zu Wasser.

Unterschiedlichste Modelle fanden sich unter den etwa 100 Schiffen und Booten. Vom Kinder-Fischkutter über kleine Schlepper, Rettungsschiffe bis hin zu Unterseebooten und filigran gearbeiteten Dreimastern war alles vertreten, was sich auch real über offene und Binnengewässer bewegt. Sogar ein kleiner Hafen, in den die Schiffe gesteuert werden konnten, wurde im Becken installiert.

Jeder baut sein Traumschiff

»Jeder baut sein Traumschiff. Dabei gibt es unterschiedliche Schwerpunkte. Der eine setzt auf die Authentizität seines Nachbaus, der nächste legt Wert auf Schnelligkeit, verschiedene Funktionen oder eine tolle Optik«, erzählte Gerd Siekmann, der Vorsitzende der Schiffsmodell-Interessengemeinschaft.

An Zulauf fehlt es den Modellbauern nicht. Der Nachwuchs erwächst aus den eigenen Reihen oder rekrutiert sich aus Interessierten, die in der IG Rat und fachkundige Unterstützung bekommen. »Das Problem ist gar nicht das Zusammensetzen eines Bausatzes«, erzählte Michael Scheel, der erst seit Kurzem Mitglied der Schiffsmodellfreunde ist. »Der Teufel steckt in der Technik. Davon habe ich bisher wenig Ahnung, bekomme hier aber volle Unterstützung.”

Jasmins Onkel hat ihr Schiff in pink und rosa lackiert.

Jasmins Onkel hat ihr Schiff in pink und rosa lackiert. Foto: Dembert

Pink und rosa ist der Fischkutter lackiert, den Jasmin durch das 50 Meter lange Becken steuert. »Den hat mein Onkel für mich nach meinen Wünschen gebaut als ich fünf oder sechs Jahre alt war«, erzählte die Zwölfjährige. »Mimi« wurde das Boot getauft und wird von seiner Besitzerin seither in Ehren gehalten. »Mir gefällt am Modellbau, zu wissen, dass die Schiffe selbst gemacht sind. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man dann auf dem Wasser sieht, dass alles funktioniert«, sagte Jasmin.

Das wirklich Reizvolle an diesem Treff im Freibad sei die Schaufahrt mit Beleuchtung, findet Gerd Siekmann. Da kämen die detailverliebten und aufwendig installierten Beleuchtungen so richtig zur Geltung.

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